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Politik NPD erobert mehr als 60 Mandate bei Kommunalwahl in Sachsen
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09:21 08.06.2009
Bei den Kommunalwahlen in Sachsen hat die rechtsextreme NPD mehr als 60 Mandate erobert. Quelle: Norbert Millauer/ddp

Bei der Gemeinderatswahl vor fünf Jahren hatte sie lediglich 26 Mandate erobert. Damals bekam sie landesweit 0,5 Prozent der Stimmen, war aber auch nur mit 71 Bewerbern in 16 Orten angetreten. Drei Monate später gelang der NPD erstmals der Einzug in den Landtag mit damals 9,2 Prozent Stimmenanteil.

Bei der Wahl am Sonntag traten mehr als 300 NPD-Kandidaten in etwa 100 Orten an. Als Wahlziel hatte die Partei, die selbst von einer so hohen Wahlpräsenz in einem Bundesland wie „seit Jahrzehnten nicht mehr“ sprach, “über 100 neue kommunale Mandate“ ausgegeben.

Zweistellige Stimmenanteile verzeichnete die NPD am Sonntag etwa in ihren Hochburgen Reinhardtsdorf-Schöna mit 22,0 Prozent (2004:
25,2 Prozent) und Sebnitz mit 13,1 Prozent (2004: 13,2 Prozent) in der Sächsischen Schweiz.

In den drei kreisfreien Städten Sachsens, in denen sie vor fünf Jahren als Partei nicht angetreten war, erreichte die NPD nun mit Stimmanteilen von 3,7 Prozent (Dresden), 2,9 Prozent (Leipzig) und 2,4 Prozent (Chemnitz) zusammen fünf Mandate. Die Wahlbeteiligung in Sachsen lag mit 47,4 Prozent laut Zwischenstand bei der Auszählung geringfügig höher als 2004. Damals waren 46,1 Prozent der wahlberechtigten Sachsen wählen gegangen.

ddp

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