Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Müffelnde Mülltonne SPD? Wie Böhmermann die Genossen nervt
Mehr Welt Politik Müffelnde Mülltonne SPD? Wie Böhmermann die Genossen nervt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:29 21.10.2019
ARCHIV - Jan Böhmermann, TV-Entertainer. (zu dpa "SPD-Politiker zu Böhmermann-Aktion: «Mehr Williy-Brandt-Zitate»") Quelle: imago images/photothek/dpa
Berlin

Der TV-Satiriker Jan Böhmermann will nach eigenen Angaben weiter SPD-Chef werden. "Ich möchte auf dem Parteitag Anfang Dezember von 50 Delegierten zum Kandidaten für den SPD-Vorsitz aufgestellt und gewählt werden", schrieb Böhmermann in einem Brief an die SPD-Mitglieder, den er am Montag auf Twitter veröffentlichte.

Bereits mehrfach hatte Böhmermann angekündigt, nach dem SPD-Vorsitz greifen zu wollen. Zunächst hatte er erfolglos versucht, vor Beginn der Regionalkonferenzen der Kandidaten kurzfristig als Bewerber zugelassen zu werden. Doch war er damals noch nicht Parteimitglied. Als er Anfang Oktober in Sachsen-Anhalt doch in die SPD aufgenommen wurde, kündigte er an, über die Unterstützung mehrerer Ortsverbände noch Kandidat für den Vorsitz werden zu wollen. Dies war zu dem Zeitpunkt formal noch möglich, schlug aber fehl. Eine letzte Möglichkeit zur Kandidatur ist nun laut SPD-Geschäftsordnung noch eine Initiativbewerbung direkt auf dem Parteitag. Dazu ist die Unterstützung von 50 Delegierten aus fünf Bezirken nötig.

In seinem Brief erinnert Böhmermann unter anderem an den Willy Brandt, der vor 50 Jahren zum Bundeskanzler gewählt wurde. Der Satiriker fragt, ob die SPD "nur noch eine müffelnde, randvolle Wertstofftonne" sei und kündigt eine Reihe von Reden an, die von anonymen Autoren verfasst würden. Im Netz führte der Brief zu Spott, weil er eine ganze Reihe an Rechtschreibfehlern enthält.

Später veröffentlichte Böhmermann noch eine Videobotschaft, in der er sich bei alle Bewohnerinnen und Bewohner Deutschlands für "jahrelange Scheiss-Politik" entschuldigte.

Derzeit läuft bei der SPD der Mitgliederentscheid zum Vorsitz. An diesem Samstag wird das Ergebnis veröffentlicht. Erhält keines der sechs Kandidatenduos die absolute Mehrheit, folgt ein Stichentscheid. Der Parteitag im Dezember soll das Ergebnis bestätigen.

dpa/RND

Weitere US-Soldaten verlassen Nordsyrien in Richtung Irak und müssen den Zorn der Anwohner über sich ergehen lassen. Menschen in Kamischli beschmeißen den Konvoi mit Kartoffeln und beschimpfen die Soldaten. Im Pentagon denkt man derweil darüber nach, doch einige US-Militärs in Syrien zurückzulassen.

21.10.2019

Ende Februar war bereits dem Netzwerk Attac der Status der Gemeinnützigkeit aberkannt worden. Nun trifft es eine weitere Organisation: Campact. Das hat auch Auswirkungen auf die Spender der Organisation.

21.10.2019

Der Forderung, Exportgarantien für die Türkei zu streichen, erteilt die Bundesregierung eine Absage. Die Opposition wollte damit nach dem türkischen Einmarsch in Syrien den Druck auf Ankara erhöhen. Das Auswärtige Amt möchte lieber abwarten, wie sich die Waffenruhe in dem Land entwickelt.

21.10.2019