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Politik Ministerium: Sieben Deutsche von Rebellen entführt
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08:59 14.06.2009

Im Norden des Jemen sind nach offiziellen jemenitischen Angaben neun Ausländer, darunter sieben Deutsche, entführt worden. Sie seien von schiitischen Rebellen verschleppt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Sanaa am Sonntag auf seiner Website mit. Bei den beiden anderen Entführten handele es sich um einen britischen Ingenieur und eine südkoreanische Lehrerin.

Bei den Deutschen handele es sich um ein Paar, drei Kinder und zwei Krankenschwestern, hieß es in der Ministeriumserklärung unter Berufung auf einen Behördenvertreter der Region Saada. Die neun Ausländer seien Mitglieder einer internationalen Organisation, die für ein Krankenhaus der gleichnamigen Stadt Saada tätig sei. Das genaue Datum der Entführung war demnach unklar. Forderungen seien bislang nicht gestellt worden, hieß es weiter. Saada liegt rund 200 Kilometer nördlich der jemenitischen Hauptstadt Sanaa.

Die Gruppe wurde bereits am Vortag vermisst. Es war zunächst unklar, ob es sich um eine Entführung handelte. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin sagte am Sonntag, die deutsche Botschaft in Sanaa stehe in „engstem Kontakt“ mit den örtlichen Behörden. Noch seien die Umstände aber unklar.

Erst im Januar war im Jemen ein deutscher Ingenieur zwei Tage von Geiselnehmern festgehalten worden. Mitte Dezember wurden drei Deutsche im Jemen entführt. Die Entwicklungshelferin und ihre Eltern kamen nach wenigen Tagen wieder frei. In den vergangenen 15 Jahren wurden im Jemen mehr als 200 Ausländer von unterschiedlichen Stämmen entführt. Oft geht es dabei um Auseinandersetzungen mit der Regierung, in anderen Fällen wollen die Geiselnehmer inhaftierte Stammesmitglieder freipressen. Die Entführungen gehen für die Geiseln meist glimpflich aus.

afp

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