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Politik Mindestens 15 Tote bei Anschlag auf Luxushotel in Pakistan
Mehr Welt Politik Mindestens 15 Tote bei Anschlag auf Luxushotel in Pakistan
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08:04 10.06.2009
Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Hotel in Pakistan sind mindestens elf Menschen getötet worden. Quelle: afp

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte den Anschlag, bei dem am Dienstag auch zwei UN-Mitarbeiter ums Leben kamen.

Es würden noch immer mindestens drei Menschen vermisst, darunter ein Manager des Fünf-Sterne-Hotel Pearl Continental, sagte der ranghohe Vertreter der Polizei in Peshawar, Abdul Ghafoor Afridi. Die Vermissten würden unter den Trümmern eines Hoteilteils befürchtet, der durch den Anschlag eingestürzt war. Demnach fanden die Einsatzkräfte in der Nacht und am Morgen vier weitere Leichen. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten auf mindestens 15, zudem wurden mindestens 57 Menschen verletzt.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind auch zwei UN-Mitarbeiter unter den Opfern. Demnach starben durch den Selbstmordanschlag ein serbischer Mitarbeiter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sowie eine Philippinerin, die für das UN-Kinderhilfswerk UNICEF tätig war. Afghanischen Behörden zufolge nahm der UNHCR-Mitarbeiter in dem Hotel an einem Treffen ausländischer Spender teil, bei dem Geld für die hunderttausenden Zivilisten gesammelt werden sollte, die vor Kämpfen zwischen der Armee und den radikalislamischen Taliban im Nordwesten des Landes auf der Flucht sind. UN-Generalsekretär Ban verurteilte den Anschlag „schärfstens“.

Mindestens zwei Attentäter fuhren nach Angaben der Polizei am Dienstagabend mit einem mit mit mehr als 500 Kilogramm Sprengstoff beladenen Geländewagen vor das Fünf-Sterne-Hotel Pearl Continental. Die Attentäter waren demnach auf dem Weg zu dem gut gesicherten Hotel einem Lieferantenfahrzeug gefolgt. Als sich die Sicherheitsschranke hinter dem Kleinlaster wieder schloss, eröffneten sie das Feuer auf die vor dem Hotel postierten Wachmänner und sprengten sich mit ihrem Auto in die Luft. Bislang bekannte sich keine Gruppe zu der Tat.

Wie ein AFP-Reporter vor Ort berichtete, hinterließ die Explosion einen tiefen Krater, der Westflügel des vierstöckigen Gebäudes wurde zerstört. Rettungskräfte brachten Verletzte und Leichen aus dem Gebäude. Im Pearl Continental wohnen angesichts der angespannten Sicherheitslage in der Region nur noch wenige ausländische Gäste. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen treffen sich dort aber häufig zum Essen. Das britische Außenministerium in London teilte mit, unter den Verletzten sei auch ein Brite. Der Mann werde in einem Krankenhaus behandelt.

Im September 2008 waren bei einem Selbstmordanschlag auf das Marriott-Hotel in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad 60 Menschen ums Leben gekommen. In Peshawar war der Anschlag das siebte Bombenattentat innerhalb eines Monats. Die radikalislamischen Taliban hatten Vergeltungsschläge für die Offensive des pakistanischen Militärs in der Swat-Region angekündigt. Erst am Freitag wurden bei einem Anschlag auf die Moschee in der Ortschaft Hayagai Sharqai in der Nähe des umkämpften Swat-Tals 38 Menschen getötet.

afp

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