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Politik Merkels Wahlkampfmanager verlässt die CDU-Zentrale
Mehr Welt Politik Merkels Wahlkampfmanager verlässt die CDU-Zentrale
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16:12 13.05.2019
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer applaudiert dem scheidenden CDU-Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler. Quelle: Michael Kappeler/dpa
Berlin

Beim CDU-Parteitag standen ihm die Tränen in den Augen. Angela Merkel trat nicht wieder als Parteivorsitzende an. In ihrer Abschiedsrede dankte sie auch dem Mann, der für sie über Jahre Wahlkämpfe und Parteitage organisiert hatte: Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler bekam feuchte Augen.

Nun ist klar: Auch für Schüler ist die Zeit in der CDU-Zentrale zu Ende, nach drei Jahrzehnten verlässt er das Konrad-Adenauer-Haus Ende Juni. Seit 1989 hat der 62-jährige Kölner dort gearbeitet. Lediglich für zwei Jahre wechselte er in die Landesvertretung Schleswig-Holstein, bevor er 2007 von Merkel mit dem obersten Organisatorenjob betraut wurde.

Selten in der Öffentlichkeit

Es war ein Posten hinter den Kulissen. Selten nur trat Schüler vor die Mikrophone. Eine der Ausnahmen war der Wettbewerb um den CDU-Vorsitz im vergangenen Jahr. Weil die damalige Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer selbst als Kandidatin antrat, übernahm Schüler neben der Organisation der Veranstaltungsorte auch die Pressearbeit.

Den nächsten CDU-Wahlkampf soll oder will Schüler, der über die Rolle der Eisenbahn im Russlandfeldzug 1941/42 promoviert hat, nicht mehr organisieren. Die neue Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer, die derzeit in der CDU als wahrscheinliche nächste Kanzlerkandidatin gilt, dürfte ihren Vertrauten Nico Lange mit dem Posten betrauen, der sie auch schon während ihrer Parteivorsitz-Kampagne beraten hat.

Der mögliche Nachfolger

Der 44-jährige Politologe Lange leitete für die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung deren Büros in der Ukraine sowie in Washington. Kramp-Karrenbauer bestätigte den Namen zunächst nicht, betonte aber erneut, dass die CDU davon ausgehe, dass die Regierung die gesamte Legislaturperiode bis 2021 im Amt bleibe. In der Union gibt es auch Spekulationen, dass die große Koalition vorzeitig beendet werden könnte. Als möglicher Auslöser für ein Platzen der Koalition gilt die Europawahl am 26. Mai. Am selben Tag gibt es auch Kommunalwahlen in mehreren Bundesländern. Auch in Bremen wird gewählt.

Schüler wechselt aus der CDU offenbar auf einen Posten in der Wirtschaft: Er übernimmt der dpa zufolge eine Beraterstelle beim Kölner Chemiekonzern Lanxess.

Auch andere einstige Merkel-Vertraute sitzen an zentralen Stellen in der Wirtschaft: Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla ist Vorstandsmitglied bei der Deutschen Bahn. Der Staatsminister im Kanzleramt, Eckart von Klaeden, arbeitet beim Autokonzern Daimler Benz, Ex-Kanzleramtsstaatsministerin Hildegard Müller beim Energieunternehmen Innogy.

Von Daniela Vates/RND

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