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Politik Merkel will um SPD-Wähler werben
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09:32 14.01.2010
Merkel will um SPD-Wähler werben. Quelle: afp
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Der CDU-Bundesvorstand geht am am Donnerstagnachmittag in Berlin in seine traditionelle Klausurtagung zum Jahresauftakt - die Analyse der letzten Bundestagswahl steht als Erstes auf dem Programm. Auch will Bundeskanzlerin Angela Merkel um eine neue Wählerschaft werben.

Weitere Themen der bis Freitag dauernden Tagung sind die Arbeitsplanung für das laufende Jahr und Gespräche mit Vertretern der beiden großen Kirchen in Deutschland. Unter der Leitung von Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel soll eine „Berliner Erklärung“ erarbeitet und verabschiedet werden.

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Neue Wähler gewinnen

Die CDU-Spitze will die Partei auf die Gewinnung neuer Wähler einschwören, ohne die Stammklientel zu vergrätzen. In der Beschlussvorlage räumt die Parteispitze ein, dass sie mit dem Ergebnis von 33,8 Prozent bei der Bundestagswahl vom Herbst unzufrieden ist. "Es wird daher mehr denn je entscheidend darauf ankommen, die eigenen Stammwähler zu binden und neue Wähler hinzuzugewinnen", zitiert die "Financial Times Deutschland" (FTD) aus dem Papier. Die Partei müsse aber programmatisch weiterentwickelt und den Stammwählern dies erläutert werden.

Gast der Tagung ist der Leiter der Forschungsgruppe Wahlen, Matthias Jung, der den CDU-Spitzen unter anderem die Wählerwanderungen bei der Bundestagswahl 2009 erläutern soll. Die Union hatte am 27. September 33,8 Prozent der Stimmen bekommen, die CDU alleine holte rund 27 Prozent.
Am Donnerstagabend dreht sich die Klausur unter dem Motto „Standortbestimmung“ um ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, und der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann.

Schwerpunkt des zweiten Klausurtages wird am Freitag die Arbeitsplanung für 2010 sein. Das Augenmerk liegt dabei auf dem Thema „Konsequenzen aus der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise“. Zum Umfang der nationalen und internationalen Konsequenzen und zum aktuellen Stand wird Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vortragen.

afp