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Politik Merkel weist auf Verantwortung für Israel hin – Drohungen aus dem Iran „sehr ernst nehmen“
Mehr Welt Politik Merkel weist auf Verantwortung für Israel hin – Drohungen aus dem Iran „sehr ernst nehmen“
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12:18 10.10.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm im Rahmen ihres zweitägigen Besuchs in Israel an der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem teil.
Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm im Rahmen ihres zweitägigen Besuchs in Israel an der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem teil. Quelle: Ilia Yefimovich/dpa
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Jerusalem

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei ihrem Abschiedsbesuch noch einmal klar zur deutschen Verantwortung für Israel bekannt. „Und Deutschland wird sich auch weiter zu dieser Verantwortung bekennen“, sagte Merkel am Sonntag zum Auftakt einer gemeinsamen Sitzung mit der israelischen Regierung in Jerusalem. Sie bezeichnete die Sicherheit Israels als „zentralen Punkt“ für jede künftige deutsche Regierung.

Dies gelte auch für die Gefahr einer nuklearen Aufrüstung des Irans. Man müsse iranische Drohungen gegen die Existenz Israels „sehr, sehr ernst nehmen“. „Die Sicherheit Israels ist Teil unserer Staatsräson“, bekräftigte Merkel. Man sei vielleicht manchmal unterschiedlicher Meinung darüber, ob es eine Zwei-Staaten-Lösung geben solle, aber man sei sich einig, dass es die Vision eines dauerhaft demokratischen jüdischen Staates Israel geben müsse. „Es geht darum, nicht neutral zu sein, sondern eine klare Position zugunsten der Sicherheit von Israel einzunehmen, egal wie schwierig die Situation ist“, sagte Merkel.

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Merkel: Beziehung zwischen Staaten ein „Glücksfall“

Die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland seien ein „Glücksfall“, zu dem Israel viel beigetragen habe. Dies sei „ein Schatz, der immer wieder geschützt werden muss“. Merkel erinnerte: „Denn die Geschichte der Schoah ist natürlich ein singuläres Ereignis, für das wir weiter auch Verantwortung tragen. In jeder Phase der Geschichte, auch in der Zukunft.“ Sie versprach, man werde weiterhin entschieden Antisemitismus bekämpfen. „Das wird nur gelingen, wenn wir die Verantwortung für die Geschichte wach halten, auch wenn es keine Zeitzeugen mehr geben wird.“

Es wäre aber falsch, wenn die Beziehungen nur auf diesen Aspekt beschränkt würden. „Weil Israel ein jüdisch-demokratischer Staat in einer Umgebung ist, in der es keine Demokratien in unserem Sinne gibt, ist es so wichtig, dass wir in der gesamten Breite unserer Tätigkeiten miteinander Beziehungen haben“, betonte Merkel an der Seite von Israels Regierungschef Naftali Bennett.

Merkel will Kranz in Yad Vashem niederlegen

Merkel wollte bei ihrem Abschiedsbesuch in Israel auch Gespräche mit Präsident Izchak Herzog und Außenminister Jair Lapid führen – das erste Mal seit Amtsantritt von Präsident und Regierung in Jerusalem im Sommer.

Am Nachmittag wollte Merkel in Anwesenheit von Bennett einen Kranz in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem niederlegen. Bei einer Zeremonie in Jerusalem soll Merkel die Ehrendoktorwürde der Technion-Hochschule aus Haifa verliehen werden. Merkel erhalte die Auszeichnung „für ihre Unterstützung Israels, ihren beharrlichen Kampf gegen Antisemitismus und ihre starke Unterstützung von Wissenschaft und Bildung“, hieß es in der Begründung.

RND/dpa/jst

Der Artikel "Merkel weist auf Verantwortung für Israel hin – Drohungen aus dem Iran „sehr ernst nehmen“" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.