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Politik Luisa Neubauer nach Siemens-Streit: „Das war erst der Anfang“
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22:13 14.01.2020
Montage: Umweltaktivistin Luisa Neubauer und Siemens-Chef Joe Kaeser. Quelle: Getty/Andreas Gebert/dpa/Montage RND
Berlin

Der Streit zwischen Klimaaktivistin Luisa Neubauer und Siemens-Chef Joe Kaeser geht in die nächste Runde. In einem Post auf Instagram wendet sich die oft als „deutsche Greta Thunberg“ bezeichnete Neubauer mit einer Warnung an Siemens und alle anderen Vorstandsvorsitzenden.

„Mentaler Zustand: Behaltet uns besser im Auge“, schreibt sie auf Englisch. Und die 23-Jährige zeigt sich kämpferisch in ihrem Post: „Ihr alle – Siemens, Joe Kaeser und alle anderen CEOs, alle andere Unternehmen, die die Krise weiter befeuern, als gäbe es kein Morgen mehr“, schreibt Neubauer. „Es gibt ein Morgen – und auch eine Zukunft. Das sind wir, und wir werden euch die Zukunft nicht weiter zerstören lassen. Das war erst der Anfang. Das ist keine freundliche Erinnerung, sondern eine freundliche Warnung“, schiebt die Klimaaktivistin nach.

Neubauer lehnte Posten im Aufsichtsrat ab

Neubauer hatte zuvor eine Stelle im Aufsichtsrat des künftigen Unternehmens Siemens Energy abgelehnt. Sie unterbreitete Siemens-Chef Joe Kaeser daraufhin den Vorschlag, den Job einem Wissenschaftler der Scientists for Future anzubieten.

Hintergrund des Dialogs zwischen Kaeser und Neubauer ist die Lieferung einer Zugsignalanlage für ein umstrittenes Kohlebergwerk in Australien. Die Adani Group mit Hauptsitz in Indien will in Australien eines der größten Kohlebergwerke der Welt aufbauen, das aus fünf Untertageminen und sechs Tagebaustätten bis zu 60 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr fördern soll. Das Projekt wird von Umweltschützern seit Jahren bekämpft. Siemens-Chef Kaeser erklärte am Sonntagabend, an der Lieferung der Zugsignalanlage festhalten zu wollen.

Wie Fridays for Future seinen Kampf für den Klimaschutz fortsetzen will, das zeigt auch ein Tweet der Aktivistin. Sie kündigte am Nachmittag an, zusammen mit Organisationen wie Greenpeace und der Umwelthilfe eine Klimaklage beim Bundesverfassungsgericht einreichen zu wollen.

RND/dpa/aab/das

Der Iran fährt sein Atomprogramm wieder hoch. Den Europäern bleibt nichts anderes übrig, als darauf mit Entschlossenheit zu reagieren. Alles hängt jetzt davon ab, dass Europäer und Iraner auf ihr eines großes gemeinsames Interesse hinarbeiten, kommentiert Marina Kormbaki.

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Das Bundesverfassungsgericht beschäftigt sich mit der Auslandsaufklärung des Bundesnachrichtendienstes. „Reporter ohne Grenzen“ klagt gegen die Überwachungsmaßnahmen des Dienstes. In Karlsruhe zeichnet sich ab: Die Richter könnten den klagenden Journalisten recht geben.

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100 Milliarden Euro will die EU-Kommission für die Kohleregionen in Europa bereitstellen. Das soll helfen, dass der Kontinent in 30 Jahren klimaneutral wird. Doch nur ein geringer Teil des Geldes kommt direkt aus der EU-Kasse. Der Verteilungskampf dürfte heftig werden.

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