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Politik Länder beschließen: Online-Poker und Online-Casinos künftig erlaubt
Mehr Welt Politik Länder beschließen: Online-Poker und Online-Casinos künftig erlaubt
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16:41 12.03.2020
Ein Mann steht vor einem Bildschirm mit einer Seite für Online-Roulette. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Berlin

Die Bundesländer haben am Donnerstag eine Reform des Glücksspielstaatsvertrags beschlossen.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach der Konferenz der Ministerpräsidenten in Berlin aus Teilnehmerkreisen.

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Demnach gab es keine wesentlichen Änderungen mehr an einem Entwurf. Dieser sah vor, dass bisher illegale Glücksspiele im Internet wie Online-Poker oder Online-Casinos künftig erlaubt werden.

Geplant sind aber Regeln zum Spielerschutz.

Zentrale Glücksspielbehörde geplant

Vorgesehen ist auch eine neue zentrale Glücksspielbehörde. Sie hat ihren Sitz in Sachsen-Anhalt. Die neue Behörde soll Aufgaben der Glücksspielaufsicht vor allem im Internet wahrnehmen und zum 1. Juli 2021 errichtet werden. Der Staatsvertrag muss noch von den einzelnen Landesparlamenten ratifiziert werden.

Eine breite Allianz von Verbänden hatte den Ländern bei den geplanten neuen Regeln für das Glücksspiel drastische Defizite beim Spielerschutz vorgeworfen.

Verbände protestieren

Wirtschaftliche Interessen und Staatseinnahmen aus dem Glücksspiel stellten nachvollziehbare Motive dar, dürften aber nicht auf Kosten von Einzelschicksalen und des Gemeinwohls erfolgen, hieß es in einem Brief an die Länderchefs. Darin fordern der Fachbeirat Glücksspielsucht sowie weitere 20 Verbände, den Prozess zur Reform des Glücksspielstaatsvertrags vorerst zu stoppen.

Auch Vertreter der Glücksspielbranche setzten sich für Nachbesserungen ein.

RND/cle/dpa

Der Artikel "Länder beschließen: Online-Poker und Online-Casinos künftig erlaubt" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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