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Politik Liberale legen sich die Latte auf komfortable Höhe
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18:00 27.01.2019
Europaspitzenkandidatin Nicola Beer und FDP-Chef Christian Lindner beim Parteitag in Berlin. Quelle: Gregor Fischer/dpa
Berlin

Das Wichtigste für einen Hochspringer ist, die Latte nicht zu früh zu hoch zu legen. Genau das kann auch für Politiker ein Erfolgsgeheimnis sein.

Das eigene Ergebnis der letzten Europawahl verdreifachen? Das Ziel, das die FDP sich für die Europawahl gesetzt hat, ist angesichts von 3,4 Prozent im Jahr 2014 nicht übermäßig ehrgeizig. Das hat Parteichef Christian Lindner selbst eingeräumt. Ohne Wenn und Aber die Vervierfachung des alten Wahlergebnisses als Ziel festzulegen, das hat sich Lindner dann aber doch nicht getraut.

Der Parteivorsitzende weiß, warum er lieber etwas vorsichtiger vorgeht. Die FDP liegt mehr als ein Jahr nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen im Bund in Umfragen zwar stabil bei neun Prozent. Doch die Grünen haben unter der Führung von Robert Habeck und Annalena Baerbock der FDP in Umfragen den Rang abgelaufen.

Die Chance für eine neue Dynamik

Um im Europawahlkampf für die eigene Sache neue Dynamik zu entfachen, müsste der FDP vor allem eines gelingen: Sie muss mit der Botschaft durchdringen, dass es diesmal die Chance gibt, die Macht der großen Koalition in Brüssel zu brechen. Das könnte neue Bewegung in den doch sehr eingespielten Parlamentsbetrieb bringen. Und es böte Chancen dafür, dass sich in Europa vielleicht einmal etwas in schnellerem Tempo bewegt.

Die Wähler der Grünen sind so europabegeistert, dass es für Habeck und Baerbock kein Problem sein wird, sie für die Wahl Ende Mai zu mobilisieren. Für die FDP ist die Sache erheblich schwieriger – zumal sie nicht plausibel erklären kann, wie genau die praktische Zusammenarbeit mit der Liste des französischen Präsidenten Emmanuel Macron aussehen soll. Macron will entschiedene Schritte in Sachen gemeinsamer Finanzpolitik in Europa. Die FDP will das nicht. Ein schlüssiges, gemeinsames Konzept gibt es nicht.

Lesen Sie auch: Wie tickt die FDP-Spitzenkandidatin Nicola Beer?

Von Tobias Peter/RND

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