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Politik Umwelt: Wenn die Erde vor dem Burnout steht
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10:12 29.07.2019
Teilnehmer einer Aktion zum Erdüberlastungs- oder Welterschöpfungstag stellen in Mainz eine riesige Weltkugel auf. Quelle: Andreas Arnold/dpa
Berlin

Dieser Montag ist ein beklemmender Tag. Der Welterschöpfungstag bedeutet: Für den Rest des Jahres würde sich die Erde am liebsten zurückziehen, die Vorhänge zuziehen, schlafen legen, nicht mehr funktionieren müssen. An diesem Tag sind all ihre Kräfte erstmal verbraucht. Schmutzig und atemlos würde die Erdkugel also in ihr Schlaflager fallen, Menschen, Autos, Flugzeuge, Fabriken, Motorsägen mal eben abschütteln und das Schild „Bitte nicht stören“ an die Tür hängen, und zwar für die nächsten fünf Monate.

Immer weiter nach vorne rückt der Termin. Zwei Monate früher als noch vor 20 Jahren sind mittlerweile die natürlichen Ressourcen so genutzt worden, dass der Rest des Jahres nötig wäre, damit sich Luft, Boden, Meere, Pflanzen- und Tierwelt regenerieren können.

Für die Erde aber gibt es keine Ruhepause, der Verbrauch geht immer weiter. Dass nach fortwährender Überbeanspruchung irgendwann der Kollaps kommt, ist keine schwere Rechnung. Die Warnzeichen für einen Burnout der Erde blinken hektisch. Die Weltkugel muss auf Kur, und zwar schleunigst.

Es führt also kein Weg daran vorbei, umzudenken und umzusteuern. Es reicht nicht darauf zu warten, dass andere vorangehen oder mitmachen. Es führt nicht weiter, darauf zu verweisen, dass der Beitrag einer einzelnen Person oder eines Staates nichts bringe, solange die Mehrheit der Menschen oder wirtschaftsstarke Weltmächte sich nicht scheren um CO2, Plastik im Meer oder abgeholzte Wälder. Wenn Entlastung nötig ist, kann jeder Beitrag helfen. Und der Druck von Verbrauchern gehört dazu.

Ressourcenverbrauch und Klimaignoranz müssen zum Wettbewerbsnachteil werden. Wenn der „Fridays for Future“-Gedanke bei Finanzinvestoren Einzug hielte, könnte es einen Klima-Ruck nach vorne geben.

Umdenken und Umsteuern kann unbequem sein. Aber wer der Erde eine Pause gönnt, tut das zuallererst auch für sich selbst.

Von Daniela Vates/RND

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