Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Warum Wagenknechts Populismus der falsche Weg war
Mehr Welt Politik Warum Wagenknechts Populismus der falsche Weg war
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:07 07.04.2019
Sahra Wagenknecht beantwortet Fragen von Journalisten. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa
Berlin

Sahra Wagenknecht macht sich es leicht, wenn sie von der Außenlinie der Politik ihrer eigenen Partei Distanz zu den Interessen der eigenen Wählerschicht unterstellt. Kaum jemand hat in den vergangenen Jahren den Kurs der Linkspartei so maßgeblich gesteuert wie Wagenknecht selbst. Eine Kritik am Zustand der Partei ist damit auch eine Kritik an ihrer eigenen Arbeit.

Aber stimmt es überhaupt, dass sich die Linkspartei von den Interessen der kleinen Leute entfernt hat? Richtig ist, dass Teile der sozialen Unterschicht heute empfänglicher für nationalistisches Gedankengut sind, als noch vor einigen Jahren. Wo die Linkspartei früher Volkspartei des Ostens war und mit Sozialpopulismus Unzufriedenheit auffangen konnte, punktet heute die AfD mit noch steileren Thesen und dem gezielten Schüren von Ängsten.

Wagenknecht hat mit Ressentiments gespielt

Sahra Wagenknecht hat immer wieder versucht, diese Wähler wieder zur Linkspartei zu ziehen. Sie hat mit Ressentiments gespielt und gerade in der Migrationsfrage die Grenzen zum Rechtspopulismus ausgetestet. Aber Wagenknecht ist es ergangen, wie früher der SPD gegenüber der Linkspartei. Auch wenn sie versuchte, die neue Konkurrenz zu kopieren – das Original konnte immer noch etwas radikaler sein.

Das Dilemma der Linkspartei ist, dass es im Feld des politischen Populismus in Deutschland insgesamt enger geworden ist. Denn neben der AfD am Rand des Spektrums verabschiedet sich in der linke Mitte auch die SPD stückweise vom Realismus der Regierungsjahre. Die Linkspartei muss derart bedrängt plötzlich ihren Platz neu suchen. Dabei wäre es eigentlich gar nicht so kompliziert: Erstmals seit dem zweiten Weltkrieg sitzen im Bundestag durch die AfD Politiker mit teilweise rechtsextremen Gesinnungen. Einen klareren Gegner kann es für die Linkspartei eigentlich gar nicht geben.

Von Gordon Repinski/RND

Ministerpräsident Netanjahu hat angekündigt, dass Israel Teile des Westjordanlands annektieren will. Politiker von Union und FDP befürchten nun neue Unruhen in der Region und fordern einen wirklichen Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern.

07.04.2019

Nach Grünen-Chef Robert Habeck will nun auch SPD-Vize Ralf Stegner Enteignungen im Ausnahmefall nicht ausschließen. Der Vorschlag ist brisant – Stegner widerspricht damit seiner Parteichefin Andrea Nahles.

07.04.2019

Der ehemalige US-Präsident hat zum Abschluss seiner Deutschlandtour vor 300 jungen Europäern gesprochen. Die erlebten eine Mischung aus Motivations-Seminar und Plauder-Stunde.

07.04.2019