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14:04 24.07.2009
Kinder in Deutschland werden mit sechs Jahren eingeschult. (Archivbild)
Kinder in Deutschland werden mit sechs Jahren eingeschult. (Archivbild) Quelle: Michael Urban/ddp
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Annette Schavan ist die deutsche Bildungsministerin. Sie will, dass alle Kinder in Deutschland in den Schulen gut lernen können. So finden sie später eher eine gute Arbeit und verdienen ihr eigenes Geld. Annette Schavan ist selbst nicht direkt für die Schulen zuständig. Das macht jedes Bundesland für sich. Sie interessiert sich aber trotzdem, was in den Schulen los ist. Annette Schavan hat jetzt gesagt, dass viele Kinder zu spät eingeschult werden. Das schreibt die Zeitung „Hamburger Abendblatt“.

Die Politikerin sagt, am Ende der ersten Klasse hätten viele Kinder keine Lust mehr auf die Schule, weil der Unterricht für sie zu leicht ist. Die Kinder müssen sich dann nicht so sehr anstrengen und langweilen sich schnell, weil sie wegen ihres Alters schon alles gut verstehen. Für diese Kinder wäre es besser, früher mit dem Lernen zu beginnen. Deshalb, findet Annette Schavan, dürfe es keinen festen Zeitpunkt geben, an dem Kinder in die Schule kommen.

Die Bildungsministerin hat stattdessen einen anderen Vorschlag. Sie sagt, dass Kindergärten und Schulen besser zusammenarbeiten sollen. Das kann zum Beispiel in Bildungshäusern passieren. Bildungshäuser sind eine Idee von Annette Schavan. Dorthin können Kinder in einem Alter von drei bis zehn Jahren gehen. Die Kinder lernen dort gemeinsam und können schon früher mit dem Lernen anfangen, zum Beispiel mit vier Jahren statt bisher mit sechs Jahren in der Schule. Solche Bildungshäuser gibt es bereits im Bundesland Baden-Württemberg. Dort arbeitete Annette Schavan als Politikerin, bevor sie deutsche Bildungsministerin wurde.

ddp