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Politik Karrubi sagt Trauerfeier in Teheran ab
Mehr Welt Politik Karrubi sagt Trauerfeier in Teheran ab
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08:53 25.06.2009
Das Bild aus dem Netzwerk Twitter zeigt angeblich das Grab der bei den Protesten umgekommenen jungen Frau Neda. Quelle: afp

Laut der Internetseite von Karrubis Partei soll der Trauermarsch zum Gedenken an die Toten bei den Demonstrationen nun in der kommenden Woche stattfinden. Trotz aller Bemühungen sei es Karubi nicht gelungen, einen Ort für die Veranstaltung zu finden. Das Innenministerium hatte zuvor alle Protestkundgebungen der Opposition verboten.

"Es ist sehr bedauerlich, dass in dieser Situation nicht einmal politischen Führern wie Karubi ein Ort für eine Trauerveranstaltung zugesprochen wird", heißt es auf der Internetseite. Die Zeremonie solle nun in der kommenden Woche in der Universität von Teheran oder auf einem Friedhof stattfinden.

Seit dem Beginn der Proteste vor zehn Tagen kamen nach offiziellen Angaben mindestens 17 Menschen ums Leben. Die Opposition wirft der Führung in Teheran vor, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 12. Juni gefälscht zu haben. Nach offiziellen Angaben unterlag der gemäßigte Konservative Mir-Hossein Mussawi dem ultrakonservativen Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad deutlich.

Seit Tagen gehen die iranischen Sicherheitskräfte mit großer Härte gegen die Demonstranten vor. Am Mittwoch wurden alle Versuche, dennoch zu demonstrieren, im Keim erstickt. Ein Großaufgebot von Sicherheitskräften verhinderte im Parlamentsviertel der Hauptstadt Teheran eine Demonstration von Oppositionsanhängern. Mit Spannung wurde deshalb darauf gewartet, wieviele Menschen an dem von Karrubi ausgerufenen Trauerzug teilnehmen würden. Donnerstag ist traditionell der Wochentag, an dem die Iraner ihrer Toten gedenken.

Die USA zogen unterdessen ihre Einladung an iranische Diplomaten zur Teilnahme an den Feiern zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli zurück. "Angesichts der Ereignisse der vergangenen Tage werden keine Einladungen mehr ausgesprochen", teilte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, mit.

Das US-Außenministerium hatte Anfang Juni angekündigt, dass die US-Botschaften zum ersten Mal seit 30 Jahren auch iranische Diplomaten zum traditionellen Cocktail am 4. Juli einladen können. Nach Angaben von US-Außenamtssprecher Ian Kelly hat jedoch bislang kein iranischer Vertreter auf die Einladung reagiert.

afp

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