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Politik Karlsruhe verhandelt über verkaufsoffene Sonntage in Berlin
Mehr Welt Politik Karlsruhe verhandelt über verkaufsoffene Sonntage in Berlin
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13:36 23.06.2009
Die beiden großen Amtskirchen klagen gegen zu viele verkaufsoffene Sonntage in Berlin. Quelle: Katja Lenz/afp
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Das bundesweit liberalste Gesetz zur Regelung der Ladenöffnungszeiten sieht vor, dass die Geschäfte in Berlin an zehn Sonn- oder Feiertagen im Jahr öffnen dürfen, darunter an allen vier Adventssonntagen. Die vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossene Regelung ist seit 17. November 2006 in Kraft.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Erzbistum Berlin machen geltend, dass mit der „Aushöhlung des Sonntagsschutzes“ gegen das Grundgesetz verstoßen werde. Da Sonn- und Feiertage durch die Verfassung als „Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“ geschützt seien, dürfe Berlin diesen Schutz nicht wirtschaftlichen Interessen unterordnen. Der Sonntag müsse als Tag des Gottesdienstes, der Muße und der Besinnung erhalten werden.

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Unmittelbar vor der Verhandlung sagte der Berliner Bischof und EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber in Karlsruhe: „Der ganze Sonntag soll eine andere Prägung haben als alle anderen Tage der Woche.“ Sonntagsschutz sei „ein Verfassungsgebot in Deutschland“. Die sehr weitgehende Berliner Regelung sei „ohne Parallele“ in den anderen Bundesländern, sagte Huber.

ddp