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Politik Integrationsminister der Länder: Zuwanderer sollen besser Deutsch lernen
Mehr Welt Politik Integrationsminister der Länder: Zuwanderer sollen besser Deutsch lernen
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06:51 10.04.2019
Ein Deutschkurs für Geflüchtete in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
Berlin

Angesichts schlechter Deutschkenntnisse vieler Zuwanderer dringen die für Integration zuständigen Minister der Länder auf bessere Sprachförderung. „Sprache ist zentral, deshalb brauchen wir für alle Menschen, die hier her kommen, Zugang zu Sprachkursen“, sagte die Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz, Berlins Ressortchefin Elke Breitenbach (Linke), der Deutschen Presse-Agentur.

Dazu seien eine bessere Abstimmung unterschiedlicher Angebote von Bund, Ländern und Kommunen sowie einheitliche Qualitätsstandards nötig. „Bisher ist nichts richtig aufeinander abgestimmt. Das ist ein ernsthaftes Problem“, sagte Breitenbach vor einem zweitägigen Treffen mit ihren Ministerkollegen am Donnerstag in Berlin.

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Viele Menschen von Kursen ausgeschlossen

Sie forderte den Bund auf, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) angebotenen Integrationskurse, in denen Kenntnisse der Sprache sowie über Deutschland allgemein vermittelt werden sollen, zu „öffnen“. Bisher dürften daran nur Menschen teilnehmen, für die das Bamf eine Bleibeperspektive sehe. Flüchtlinge etwa aus sogenannten sicheren Herkunftsstaaten oder viele Menschen zum Beispiel aus Afghanistan seien ausgeschlossen.

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„Das ist eine absurde Situation“, sagte Breitenbach. Einerseits habe der Gesetzgeber den Zugang dieser Menschen zu Ausbildung und Arbeit erleichtert. Andererseits hätten sie keinen Zugang zu Sprachkursen. „Unternehmen, die händeringend nach Fachkräften suchen, verstehen das nicht“, so Breitenbach. „Gute Leute fallen durch die Prüfungen, weil sie nicht ausreichend Deutsch können.“

Kinderbetreuung und digitale Kurse

Breitenbach zufolge wollen die Integrationsminister bei ihrer Konferenz einen Beschluss zur besseren Sprachförderung fassen. Dabei soll es auch darum gehen, digitale Möglichkeiten besser zu nutzen oder Frauen mit Kindern eine Teilnahme zu ermöglichen, indem man ihnen zum Beispiel modulare Kurse oder Kinderbetreuung anbietet. Sprachkurse müssten auch EU-Bürgern offenstehen, nicht nur Flüchtlingen, ergänzte Breitenbach.

„Die Sprache ist das A und O“, betonte sie. „Ohne Sprache werde ich mir nie eine berufliche Perspektive aufbauen können, ohne Sprache werde ich nie ein Teil dieser Gesellschaft sein.“ Laut Bundesinnenministerium scheiterte in den ersten drei Quartalen 2018 fast die Hälfte der Teilnehmer beim Deutschtest des Bamf.

Von RND/dpa

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