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Politik Integrationsbeauftragte lehnt Linnemann-Vorstoß zu Schulpflicht ab
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16:14 06.08.2019
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU) lehnt Carsten Linnemanns Vorstoß zur Grundschule ab. Quelle: Soeren Stache/dpa
Berlin

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), hält nicht viel von dem umstrittenen Vorstoß ihres Parteifreunds Carsten Linnemann, Kinder ohne Deutschkenntnisse erst später auf die Grundschule zu lassen und eine Vorschulpflicht einzuführen. „An der Schulpflicht gibt es nichts zu rütteln“, sagte sie der „Rheinischen Post“. „Was wir aber brauchen, ist gezielte Sprachförderung von Anfang an.“

Gebraucht würden verpflichtende Sprachtests und Förderprogramme, die möglichst früh ansetzen. Widmann-Mauz verwies auf ihre entsprechende Initiative mit den CDU-Bildungsministern bei der Kultusministerkonferenz.

Die Pflicht der Eltern

Weiter sagte sie, Lehrer verdienten im Alltag mehr Unterstützung, beispielsweise durch mehr begleitende Sprachvermittlung an Schulen und gemischte Teams mit Sozialarbeitern, Erziehern und Sozialpsychologen. „Und auch die Eltern müssen wir stärker in die Pflicht nehmen. Denn Bildung ist entscheidend für die Integration und Zukunftschancen aller Kinder.“

Linnemann hatte in der „Rheinischen Post“ mit Verweis auf „neue Parallelgesellschaften“ gesagt: „Es reicht nicht nur, Sprachstandserhebungen bei Vierjährigen durchzuführen, sondern es müssen auch Konsequenzen gezogen werden. Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Kind, das kaum deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen. Hier muss eine Vorschulpflicht greifen, notfalls muss seine Einschulung auch zurückgestellt werden.“

Bildungspolitiker mehrere Parteien, auch der CDU, hatten diesen Vorstoß zurückgewiesen. Unterstützung fand Linnemann bei der CDU/CSU-Nachwuchs-Organisation Junge Union.

Lesen Sie dazu auch: Kommentar – „Die Politik versucht sich bei der Bildung durchzumogeln“

Von RND/dpa

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