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Politik In der Türkei: Botschaft sucht Kontakt zu festgenommenem Deutschen
Mehr Welt Politik In der Türkei: Botschaft sucht Kontakt zu festgenommenem Deutschen
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16:26 07.08.2019
Die Flaggen von Deutschland und der Türkei. Quelle: dpa
Istanbul

Nach der Festnahme eines Deutschen in der Türkei sucht die deutsche Botschaft Kontakt zu dem Inhaftierten. „Wir haben noch keinen konsularischen Zugang. Wir haben den Betroffenen auch noch nicht sprechen können“, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amts, Maria Adebahr, am Mittwoch in Berlin. Deswegen wolle sie sich zu den von der türkischen Justiz erhobenen Vorwürfen auch noch nicht äußern.

Medienberichten zufolge ist ein 36-jähriger Mann mit türkischen Wurzeln aus Hessen bereits Ende Juli bei der Einreise im türkischen Badeort Antalya festgenommen worden. Die Justiz wirft ihm laut WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ „Terrorpropaganda“ auf Facebook vor. Ein Haftrichter habe entschieden, dass der Mann wegen Fluchtgefahr zunächst in Untersuchungshaft bleiben müsse.

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Im Jahr 2017 hatte eine ganze Serie von Festnahmen deutscher Staatsbürger aus „politischen Gründen“ zu einer schweren Krise zwischen Berlin und Ankara geführt. Seitdem ist die Mehrzahl der aus diesen Gründen festgesetzten Deutschen freigekommen.

Das Auswärtige Amt weist Türkei-Reisende darauf hin, dass sie wegen Äußerungen in sozialen Medien in Konflikt mit der Justiz geraten können. „Festnahmen und Strafverfolgungen deutscher Staatsangehöriger erfolgten vielfach in Zusammenhang mit regierungskritischen Stellungnahmen in den sozialen Medien. Ausreichend ist im Einzelfall das Teilen oder „Liken“ eines fremden Beitrags entsprechenden Inhalts“, heißt es in den im Internet veröffentlichten Reisehinweisen. „Es muss davon ausgegangen werden, dass auch nichtöffentliche Kommentare in sozialen Medien etwa durch anonyme Denunziation an die türkischen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet werden.“

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Von RND/dpa

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