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Politik Hillary Clinton verspottet Trump mit gefälschtem Kennedy-Brief
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13:31 21.10.2019
US-Präsident Donald Trump setzt häufig auf Krawall. Jetzt hält ihm seine frühere Konkurrentin Hillary Clinton satirisch den Spiegel vor. Quelle: Andrew Harnik/AP/dpa/imago images/MediaPunch/APress/Montage RND
Berlin

Wie entlarvt man einen zügellosen, ungehobelten und alles andere als diplomatischen US-Präsidenten? Am besten vielleicht, indem man ihm den Spiegel vorhält. Das zumindest dürfte sich die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, gedacht haben. Zahlreiche Parodien von Donald Trumps Schreiben an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sind bereits im Umlauf – nun hat auch Clinton eine Persiflage veröffentlicht.

Als das Schreiben des amtierenden US-Präsidenten an seinen türkischen Amtskollegen nach dem Einmarsch der türkischen Armee in Nordsyrien in der vergangenen Woche öffentlich wurde, war das Erstaunen groß: Kann dieser Brief allen Ernstes aus der Feder von Trump stammen? Selbst für Trump schien der Wortlaut zu plump und der Umgangston zu rau zu sein. Doch schnell wurde zur Überraschung vieler Analysten klar: Dieser Brief ist tatsächlich offiziell, stammt aus dem Weißen Haus und ist von Trump persönlich an Erdogan adressiert.

Hillary Clinton veröffentlicht ein angebliches Schreiben von JFK

Der Spott ließ nicht lange auf sich warten. In Satire-Sendungen ungezählter US-Sender gab es immer wieder neue Parodien. Nun hat Hillary Clinton eine eigene hinzugefügt. Am Sonntag verschickte sie über ihren Twitter-Account ein Schreiben, in dem sich angeblich der frühere US-Präsident John F. Kennedy an den sowjetischen Regierungschef Nikita Chrustschow wendet.

„Lieber Premier Chrustschow, seien Sie kein Penner, ok?“ Hierzu muss man anmerken, dass das amerikanische Wort „dick“ wesentlich drastischer übersetzt werden kann als mit „Penner“. Trump hatte Erdogan mit den Worten „Seien Sie kein Narr“ zum Nachgeben im Konflikt um Nordsyrien aufgefordert und damit jede Form diplomatischen Anstands ignoriert.

Der Inhalt des Satire-Briefes dreht sich um die Kuba-Krise

Datiert ist das von Clinton veröffentlichte Schreiben auf den 16. Oktober 1962, den Höhepunkt der Kuba-Krise rund um die geplante Stationierung sowjetischer Atomraketen auf Kuba. „Schaffen Sie Ihre Raketen von Kuba herunter. Alle werden sagen: ‚Yay! Chrustschow, Sie sind der Beste!‘“ Trump hatte Erdogan vorgehalten, als „Teufel“ in die Annalen einzugehen, sollte er ein Blutbad unter den Kurden in Nordsyrien anrichten. Der falsche „JFK“ droht hingegen: „Wenn Sie das nicht machen, werden alle sagen: ‚Was für ein Arschloch!‘“

Und auch am Ende lehnt sich das satirische Schreiben an das kaum weniger absurde Original an. Trump beschließt seinen Brief mit den Worten: „Ich werde Sie später anrufen.“ Das angebliche Schreiben von JFK an den Kreml-Chef endet mit: „Ich bimmel Sie nachher mal an. Umarmung! John Fitzgerald Kennedy.“

Das „Original“ der Parodie stammt aus US-Satire-Show

Niemand weiß, ob Trump diese Satire lesen und verstehen wird. Clinton moderiert den Brief mit den Worten an: „Im Archiv gefunden.“ Eine Antwort des amtierenden US-Präsidenten gibt es bislang nicht, allerdings bekam der Tweet Clintons bislang schon mehr als 100.000 Likes.

Clinton ist nicht die Urheberin der Parodie. Das „Original“ der Fälschung stammt aus der US-Sendung „Jimmy Kimmel Live“.

Von Jörg Köpke/RND

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