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Politik Hillary Clinton geht, John Kerry kommt
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09:29 02.02.2013
Tritt ein schweres Erbe an: US-Außenminister John Kerry. Quelle: dpa
Washington

Mit einer eindringlichen Warnung hat sich US-Außenministerin Hillary Clinton aus ihrem Amt verabschiedet. „Wir leben in sehr komplexen und sehr gefährlichen Zeiten, wie wir gerade heute in unserer Botschaft in Ankara sehen“, sagte sie mit Blick auf den Terroranschlag auf die US-Gesandtschaft. Zugleich wurde sie beim Abschied von ihren Mitarbeitern im State Department am Freitag wie ein Rockstar umjubelt. Ihr Nachfolger John Kerry wurde unmittelbar danach vereidigt - das Pulverfass Nahost wird zu seinen größten Problemen gehören.

Kerry wurde zunächst in einer nicht-öffentlichen Zeremonie vereidigt. Der 69-jährige Senator und Ex-Präsidentschaftsbewerber gilt als besonnener und pragmatischer Politiker, der militärische Interventionen kritisch beurteilt. Die Lage in Syrien, der Atomstreit mit Iran und der festgefahrene Nahost-Friedensprozess wird zu seinen wichtigsten Herausforderungen zählen.

Außenminister Westerwelle dankte Clinton für langjährige gute Zusammenarbeit. „Hillary Clinton war eine großartige Außenministerin. Wir danken ihr für die ausgezeichnete Zusammenarbeit“, sagte er. „Jetzt freuen wir uns auf John Kerry. Ich gratuliere ihm herzlich. John Kerry ist ein Europa- und Deutschland-Kenner. Ich bin sicher, dass wir mit ihm sehr eng und sehr gut zusammenarbeiten werden.“

Bei dem Anschlag in Ankara tötete der Selbstmordattentäter einen Wachmann und sich selbst. Nach ersten Ermittlungen der Behörden soll ein Linksradikaler verantwortlich sein. Trotz aller Probleme meinte clinton, sie USA hätten heute eine bessere Stellung  in der Welt. „Ich bin heute optimistischer als vor vier Jahren“, meinte sie.

Erst im September waren bei einem Terroranschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi vier amerikanische Diplomaten getötet worden. Clinton musste erst kürzlicher Sicherheitsmängel einräumen und übernahm die Verantwortung - ein Schönheitsfehler zum Ausgang ihrer Amtszeit.

Bei einem ihrer letzten Auftritte warnte Clinton auch vor einer Verschärfung der Situation in Syrien. Dort sehe sie immer mehr Zeichen, dass Russland und Iran das syrische Regime von Präsident Baschar al-Assad unterstützten, sagte Clinton nach Angaben der „New York Times“ vor Reportern.

In Washington halten sich weiterhin Spekulationen, dass Clinton möglicherweise 2016 für das Präsidentschaftsamt kandidieren möchte. Es wird aber bezweifelt, ob die dann 69 Jahre alte Clinton nicht zu alt wäre. Ende kürzlich war sie wegen eines Blutgerinnsels im Kopf im Krankenhaus. 

dpa

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