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Politik Hat Trump zur Ermordung Clintons aufgerufen?
Mehr Welt Politik Hat Trump zur Ermordung Clintons aufgerufen?
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23:19 09.08.2016
Hat Trump schon wieder den Mund zu weit aufgemacht? Er sorgte mit einer zweideutiger Ansprache an Waffenfreunde erneut für Empörung. Quelle: Elaine Cromie
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Wilmington

Trump sagte am Dienstag bei einem Wahlkampfauftritt in Wilmington im Bundesstaat North Carolina, die Demokratin wolle das Verfassungsrecht auf Waffenbesitz, den sogenannten Zweiten Zusatzartikel, abschaffen. Wenn sie als Präsidentin über Richterposten entscheide, lasse sich dagegen nichts machen. Den nächsten Satz ließ der republikanische Präsidentschaftskandidat dann abgebrochen in der Luft hängen: "Obwohl, die Unterstützer des Zweiten Zusatzartikels – vielleicht gibt's da einen – ich weiß nicht."

Von Politikern und Nutzern der sozialen Netzwerke wurde die Äußerung sogleich dahingehend gedeutet, dass Trump für den Einsatz von Waffengewalt plädiert haben könnte. Der Abgeordnete David Cicilline, der für die Demokraten im Repräsentantenhaus sitzt, bezeichnete die Äußerung als "abscheulich". Trump rufe entweder zur bewaffneten Revolte oder zum Mord an seiner Rivalin auf, schrieb Cicilline im Internetdienst Twitter. Der Republikaner beschimpft seine Opponentin regelmäßig als "schurkige Hillary" und hat sie auch kürzlich als "den Teufel" bezeichnet.

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Auch US-Medien fassten die Äußerung als Drohung gegen Clinton auf. Der Fernsehsender CNN deutete den Kommentar etwas zurückhaltender: "Unterstützer des Zweiten Zusatzartikels sollen sich Hillary vorknöpfen", hieß es in einem Bericht. Die Zeitung The Guardian nahm die Äußerung als Provokation auf: "Trump deutet die Ermordung Clintons an", war in einem Artikel zu lesen.

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin reagierte via Twitter. "Ein Anwärter auf die amerikanische Präsidentschaft sollte niemals zu Waffengewalt aufrufen", schrieb Clinton in einem Post.

Trump selbst weist dies in einer Stellungnahme zurück. Er habe die Zweite-Verfassungszusatz-Leute (also Anhänger des Artikels) lediglich erwähnt, weil sie einen bewundernswerten Spirit und große politische Kraft hätten. Deshalb würden sie für ihn stimmen, sagte ein Sprecher der Zeitung "The Guardian". 

Dagegen erklärte die Clinton-Kampagne: "Was Trump sagt, ist schlicht gefährlich."

afp/RND/abr

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