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Politik Haderthauer warnt vor Abstrichen beim Betreuungsgeld
Mehr Welt Politik Haderthauer warnt vor Abstrichen beim Betreuungsgeld
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19:01 14.09.2011
Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU). Quelle: dpa (Archiv)
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Berlin

Gegenüber dieser Zeitung sagte Frau Haderthauer: „Äußerungen wie die, dass Ein- und Zweijährige Bildungschancen verpassen, wenn sie nicht in der Krippe betreut werden, haben den Eindruck erweckt, öffentliche Kinderbetreuung könne in diesem Alter elterliche Zuwendung ersetzen. Dies ist nicht nur fachlich unhaltbar, sondern hat auch eine verhängnisvolle Entwicklung ausgelöst.“

Zuvor hatten unter anderem Bundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU), Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) und auch CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt Distanz zum Betreuungsgeld erkennen lassen. Schröder deutete an, dass sie das Betreuungsgeld als eine Variante des Elterngelds plant.

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Junge Eltern seien gerade auch durch den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab dem ersten Geburtstag einer „einseitigen Beeinflussung“ ausgesetzt und wüssten jetzt gar nicht mehr, wie entscheidend wichtig ihre persönliche Zuwendung für ihr Kleinkind sei. Eine „mentale Balance“ werde erst dann wieder hergestellt, wenn auch die Familienentwürfe der privaten Betreuung Unterdreijähriger als gesellschaftlich wertvoll anerkannt würden. Aus diesem Grund sei das Betreuungsgeld „gerade für die Parteien mit dem ,C’ im Namen verbindlich vereinbart worden, als der Rechtsanspruch beschlossen worden ist“, mahnte Frau Haderthauer.

dw