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Politik Guttenberg schließt Schwarz-Grün nicht aus
Mehr Welt Politik Guttenberg schließt Schwarz-Grün nicht aus
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11:01 19.06.2009
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Quelle: Michael Gottschalk/ddp
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Das sagte Guttenberg der "Süddeutschen Zeitung". Auf Bundesebene wäre allerdings noch eine sehr weite Wegstrecke zu gehen, fügte er hinzu. Dies würde "im Zweifel Jahre dauern". "Auf ewig ausschließen dürfe man solche Bündnisse aber nie.

Guttenberg forderte zugleich die Grünen auf, von ihrer strikten Absage an die Atomkraft abzurücken. Der Wirtschaftsminister bekräftigte die Forderung der CDU/CSU nach einer Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken. Die solle so lange gelten, bis Deutschland mit vernünftigen Alternativtechnologien wirtschaftlich und klimafreundlich arbeiten könne. Einen Neubau von Atomkraftwerken lehnte Guttenberg aber zum jetzigen Zeitpunkt ab: "Ich sehe keine Notwendigkeit, neue Atomkraftwerke zu bauen", sagte er der "SZ". Es sollten jedoch die bestehenden Atomkraftwerke modernisiert werden, um sie noch sicherer und effizienter zu machen.

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Den Respekt vor der Schöpfung auch im Sinne der folgenden Generationen bezeichnete Guttenberg als "Kernelement konservativer Politik". Er habe sehr viel Sympathie dafür, die Wirtschaftspolitik stärker mit ökologischen Themen zu vernetzen. "Ökologie ist nicht als Badeschlappenthema zu begreifen, sondern als wirtschaftliche Chance", sagte der Minister. Erneuerbare Energien wie Windkraft, Solarenergie und Biomasse, effiziente Technologien seien Industrien, bei denen Deutschland weltweit führend sei. "Hier wollen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit noch ausbauen", kündigte der CSU-Politiker an.

afp