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Politik Grüße an „Flyerservice Hahn“: Zweitligist FC St. Pauli ärgert die AfD
Mehr Welt Politik Grüße an „Flyerservice Hahn“: Zweitligist FC St. Pauli ärgert die AfD
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13:46 04.10.2021
Dresdens Spieler beim Warm-up – hier ist das Banner noch nicht zu sehen.
Dresdens Spieler beim Warm-up – hier ist das Banner noch nicht zu sehen. Quelle: imago images/Dennis Hetzschold
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Wo der FC St. Pauli sportlich steht, ist aktuell oben. Die Hamburger thronen an der Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga. Das ist eine Überraschung. Keine Überraschung ist indes: Wo der Kiezclub steht, ist links. Die Bandenwerbung „Der FC St. Pauli grüßt den Flyerservice Hahn“ während des Spiels gegen Dynamo Dresden (3:0) scheint unspektakulär, nimmt aber Bezug auf eine Künstleraktion gegen die rechtspopulistische AfD.

Zu den Hintergründen der Werbebande wollte sich der Verein auf RND-Nachfrage nicht weiter äußern und verwies darauf, dass diese für sich stehe.

Was hinter dem Flyerservice Hahn steckt

Der Gruß gilt einer Künstlergruppe, die sich „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) nennt. Diese hatte nach eigenen Angaben den Flyerservice Hahn ins Leben gerufen und im Wahlkampf der AfD angeboten, als Dienstleister Werbematerial für sie zu verteilen. Anstatt das Material zu verteilen, habe man die fünf Millionen Flyer von verschiedenen Kreisverbänden der Partei gesammelt, um sie später zu entsorgen, hatte das ZPS am vergangenen Dienstag mitgeteilt. Die AfD sprach von einem „erheblichen Schaden für die Demokratie“ und hat Strafanzeige gestellt.

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Den Flyerservice Hahn selbst habe der FC St. Pauli aber nicht initiiert, heißt es aus dem Umfeld des Vereins. Weder sei das „Zentrum für politische Schönheit“ in irgendeiner Weise im Verein verankert noch habe sich der FC St. Pauli beteiligt. Einen Gruß an die Flyervernichter war die Aktion dem Verein aber allemal wert.

RND/dpa

Der Artikel "Grüße an „Flyerservice Hahn“: Zweitligist FC St. Pauli ärgert die AfD" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.