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Politik Grüne und Linke fordern Ausstieg aus bemannter Raumfahrt
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18:22 18.07.2009
Die internationale Raumstation ISS: „Fass ohne Boden mit zu geringem wissenschaftlichen Output“. Robert Thirsk (Mitte), Michael Barratt (links) und Koichi Wakata arbeiten in der Station. Quelle: Nasa/afp
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Bemannte Missionen dienten dem technologischen Fortschritt nur wenig. Die internationale Raumstation ISS nannte der in der Grünen-Fraktion für Raumfahrt zuständige Hettlich ein „Fass ohne Boden mit zu geringem wissenschaftlichen Output“.

Auch die Vize-Fraktionschefin der Linken, Petra Sitte, vertrat in der Zeitung die Auffassung, die „exorbitanten Kosten“ der bemannten Raumfahrt stünden „in keinem Verhältnis zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn“. Die Linke lehne bemannte Missionen ab, „auch wenn wir Juri Gagarin, Sigmund Jähn oder Neil Armstrong bewundert haben“. Der Bundesregierung warf Sitte vor, sie wolle sich mit ihren Investitionen in Raumfahrttechnologie als Weltraummacht behaupten und „nicht nur in der interplanetaren Kreisliga spielen“.

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Dagegen plädierte der Chef des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS, Louis Gallois, für bemannte Raumfahrtmissionen unter europäischer Regie. „Haben wir den Mut, dieses größte aller Abenteuer zu wagen? Oder lassen wir uns von anderen abhängen?“, schrieb Gallois in einem Beitrag für „Spiegel Online“. Bemannte Expeditionen seien der beste Beweis „für unser Vertrauen in die Zukunft, für unser Vertrauen in Europa“.

Zugleich rief der Manager die Europäer zu größeren Anstrengungen auf dem gesamten Raumfahrtsektor auf. Die bisherigen Erfolge reichten nicht aus, „wenn wir in den kommenden Jahrzehnten weiter eine bedeutende Rolle spielen wollen“. Im Vergleich zu den USA, Russland, China und Indien gäben die Europäer zu wenig Geld für Raumfahrt aus.

afp

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