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Politik Grüne kritisieren Blair als möglichen EU-Präsidenten
Mehr Welt Politik Grüne kritisieren Blair als möglichen EU-Präsidenten
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14:00 16.07.2009
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„Der Vorschlag der britischen Regierung, Tony Blair zum ersten EU-Ratspräsidenten nach Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags zu machen, ist absurd“, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung. Die Grünen werfen Blair vor allem dessen Haltung zum Irak-Krieg, die Wirtschaftspolitik und sein mangelndes Engagement als Sondergesandter für den Nahen Osten vor. „Tony Blair als EU-Präsident wäre ein Rückschritt für die EU“.

Die britische Europaministerin Glenys Kinnock hatte am Mittwochabend Spekulationen über eine Bewerbung Blairs befeuert. Die britische Regierung unterstütze Blairs „Kandidatur“ geschlossen, sagte Kinnock vor Journalisten im Straßburger Europaparlament. Auf die Frage, ob die Angelegenheit bereits mit Blair besprochen worden sei, erwiderte Kinnock: „Das ist die Regierungsposition. Ich bin sicher, sie würden das nicht tun, ohne ihn zu fragen.“

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Ein Sprecher Blairs dementierte entsprechende Pläne. „Da es den Posten noch nicht gibt, gibt es auch nichts, für das man kandidieren kann“. Nach Brüsseler Gepflogenheiten sind vorläufige Dementis in Personalfragen gang und gäbe; wer sich zu früh aus der Deckung wagt, schadet seinen Ambitionen. Blair ist derzeit Sondergesandter des Nahost-Quartetts.

afp