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Politik Griechenland stürzt in Korruptions-Index ab
Mehr Welt Politik Griechenland stürzt in Korruptions-Index ab
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12:48 05.12.2012
Kein anderes EU-Mitglied steht bei der Korruptionsbekämpfung so schlecht da wie Euro-Sorgenkind Griechenland. Quelle: dpa
Berlin

Kein anderes EU-Mitglied steht bei der Korruptionsbekämpfung so schlecht da wie Euro-Sorgenkind Griechenland. Mit nur 36 von 100 möglichen Punkten landet Griechenland im aktuellen Korruptions-Index von Transparency International auf Rang 94 und damit auf einer Stufe mit Kolumbien, Indien oder dem Senegal. 2011 lag Griechenland noch auf Rang 80.

Auch Italien steht mit nur 42 Punkten auf Rang 72 schlecht da. Deutschland verbesserte sich mit 79 Punkten um einen Platz auf Rang 13 und liegt damit vor Großbritannien (74 Punkte), den USA (73 Punkte) und Frankreich (71 Punkte).

Die Antikorruptions-Organisation Transparency International Deutschland stellte den Index für 2012 am Mittwoch in Berlin vor. Bewertet wurden dabei weltweit 176 Länder. Den Spitzenplatz im Ranking teilen sich mit jeweils 90 Punkten Dänemark, Finnland und Neuseeland - wie auch schon im Vorjahr. Schlusslichter sind Afghanistan, Nordkorea und Somalia mit jeweils 8 Punkten. Das ebenfalls krisengeschüttelte Spanien landete mit 65 Punkten auf Rang 30, Portugal mit 63 Punkten auf Rang 33.

Zwei Drittel aller untersuchten Länder erreichen weniger als die Hälfte der möglichen Punkte. Das deute auf ein ernsthaftes Problem mit Korruption hin, sagte Transparency-Geschäftsführerin Huguette Labelle in einer Videobotschaft. Weltweit sähen sich viele Familien gezwungen, Schmiergeld zu zahlen, um beispielsweise an Trinkwasser zu kommen oder einen Arzt besuchen zu können.

Transparency erstellt den sogenannten Korruptionswahrnehmungsindex auf Basis von Umfragen und Studien anderer Organisationen. Dazu werden nach Angaben von Transparency etwa Verwaltungs- und Geschäftsklima-Umfragen zusammengetragen, in denen Experten und Geschäftsleute angeben, für wie korrupt sie die Beamten und Politiker in einem Land halten. Die Werte bilden also die gefühlte Korruption in den untersuchten Ländern ab und basieren nicht auf tatsächlichen Korruptionsfällen. Nach Ansicht von Transparency ist die Messung der wahrgenommenen Korruption die verlässlichste Methode.

dpa

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