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Politik Greenpeace: Merkel wusste von Gefahren der Asse
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16:36 05.08.2009
Das Atommülllager Asse hätte sofort dichtgemacht werden müssen, beklagte Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler. Quelle: Helmholtz Zentrum München/ddp (Archiv)
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Dies gehe aus einem Schreiben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) an das Bundesumweltministerium aus dem Jahr 1996 hervor, sagte Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler am Mittwoch in Hamburg.

Darin lege das Bundesamt dar, dass die Lagerung von Atommüll in Salzstöcken mit erheblichen Sicherheitsrisiken verbunden sei. So könne ein Volllaufen der Asse mit Wasser zu einer 100-fach über den Grenzwerten liegenden Strahlenbelastung der Bevölkerung führen. Das BfS habe 1996 davor gewarnt, dass „größere Schwierigkeiten“ in der Asse das Konzept der Endlagerung von Atommüll in Salzbergwerken in Frage stellen könnten. Das Endlager Morsleben sei „nicht mehr zu halten“ und das geplante Endlager für hoch radioaktive Abfälle im niedersächsischen Salzstock Gorleben gefährdet, zitierte Greenpeace aus dem Schreiben des Amtes.

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Ungeachtet der Warnungen habe die heutige Kanzlerin Merkel noch im April 1998 die Betriebszeit von Morsleben um weitere fünf Jahre verlängert, sagte Edler. Merkel war von 1994 bis 1998 Bundesumweltministerin. Sie sei „eine Schlüsselfigur in der Endlagerpolitik und muss vor einen Bundestagsausschuss zitiert werden“, forderte Edler. Sie habe gewusst, dass die Lagerung von Atommüll in Salz nicht sicher sei. Die Atommülllager Asse und Morsleben hätten sofort dichtgemacht, der Ausbau des Salzstocks in Gorleben gestoppt werden müssen.

ddp