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11:54 14.02.2020
Inzwischen sind alle fast 300 ICE-Züge der Bahn mit WLAN ausgestattet - dagegen gibt es bei Intercitys und Regionalzügen noch riesigen Nachholbedarf. Quelle: Christoph Soeder/dpa
Berlin

Gratis-WLAN wird erst Ende 2021 in allen Intercity-Zügen der Bahn zur Verfügung stehen. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach hat die Bahn im vergangenen Jahr begonnen, die aus circa 1100 Einzelwagen bestehende Intercity-Flotte mit WLAN auszurüsten. 153 von 760 Intercity-1-Wagen sind 2019 umgerüstet worden. Der Rest und zusätzlich die Wagen der Intercity-2-Baureihe sollen in diesem Jahr folgen.

73 Prozent der Gesamtleistung des Fernverkehrs entfallen auf ICE-Züge. Alle 295 im vergangenen Jahr eingesetzten Züge hatten kostenloses WLAN in der 1. und 2. Klasse. „Nach Auskunft der DB AG lag die technische Verfügbarkeit des WLAN-Systems im Jahresdurchschnitt 2019 deutlich über 97 Prozent“, so das Verkehrsministerium.

Im Regionalverkehr ist den Angaben zufolge ein deutlich geringerer Anteil der Züge mit kostenlosem WLAN ausgestattet. 2019 waren dies 23,3 Prozent der von DB Regio gefahrenen Personenkilometer. Die Bundesregierung empfiehlt den zuständigen Stellen, bei Ausschreibungen für den Nahverkehr kostenloses Internet für die Reisenden einzufordern.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums sind die Netzbetreiber ihrer Verpflichtung, Hauptverkehrswege wie Autobahnen und ICE-Trassen flächendeckend bis zum Jahr 2019 mit Mobilfunk auszustatten, „noch nicht in vollem Umfang“ nachgekommen. „Verzögerungen begründen die Mobilfunknetzbetreiber mit externen Einflüssen“, so das Verkehrsressort. Dabei gehe es etwa um fehlende Baugenehmigungen sowie die Folgen von Auflagen in Zusammenhang mit Denkmal-, Natur- und Umweltschutz.

"Durch besten Service überzeugen"

FDP-Bahnexperte Torsten Herbst sagte dem RND, zu einem attraktiven Schienenverkehr gehöre heute ein kostenloses WLAN-Angebot einfach dazu. „Umso enttäuschender ist es, dass DB-Kunden im Nah- und Fernverkehr auch im Jahr 2020 noch viel zu häufig auf eine Hotspot-Nutzung verzichten müssen“, so der Bundestagsabgeordnete.

„Wenn die Bahn im Wettbewerb mit anderen Verkehrsmitteln zukünftig bestehen will, muss sie durch attraktive Angebote und besten Service überzeugen.“ Neue Ausschreibungen für regionalen Bahnverkehr dürfe es daher nur noch mit WLAN als festen Leistungsbestandteil geben: „Die Deutsche Bahn AG muss zudem mehr Tempo machen, endlich alle ihre Fernzüge mit Hotspots nachzurüsten.“

Herbst sagte, auch die drei Mobilfunknetzbetreiber müssten endlich ihre Hausaufgaben erledigen und die staatlich vorgeschriebene Funksignalversorgung entlang der Bahntrassen garantieren: „Denn wenn an der Strecke kein Signal verfügbar ist, hilft auch die beste WLAN-Technik an Bord der Züge nicht weiter.“

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