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Politik Spahn-Ministerium: 2018 haben rund 1,61 Millionen Menschen erstmals Pflegeleistungen beantragt
Mehr Welt Politik Spahn-Ministerium: 2018 haben rund 1,61 Millionen Menschen erstmals Pflegeleistungen beantragt
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05:00 10.04.2019
Eine Altenpflegerin geht mit einer Seniorin durch einen Flur in einem Altenheim. Quelle: Peter Steffen/dpa
Berlin

Im vergangenen Jahr haben rund 1,61 Millionen Menschen in Deutschland erstmals Pflegeleistungen beantragt. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Die Ablehnungsquote lag den Angaben zufolge bei 15 Prozent.

Jede fünfte Bewilligung mit Pflegegrad 1

Jede fünfte Bewilligung – 20,7 Prozent – führte lediglich zu Pflegegrad 1, der für Hilfsbedürftige gedacht ist, die in ihrer Selbstständigkeit nur gering beeinträchtigt sind. Die Betroffenen erhalten dann keine Geld- oder Sachleistungen wie bei höheren Pflegegraden. Stattdessen gibt es einen monatlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro, etwa für Über-Tag-Betreuung oder Unterstützung beim Einkaufen und im Haushalt.

38,5 Prozent der neu bewilligten Pflegeanträge entfielen im vergangenen Jahr auf Pflegegrad 2, 17,1 Prozent auf Pflegegrade 3. 6,5 Prozent der Bewilligungen führten zu Pflegegrad 4 und 2,4 Prozent zu Pflegegrad 5.

Linke: Zu viele Pflegebedürftige bekommen keine Leistung

Linken-Expertin Zimmermann sagte dem RND, viel zu viele Pflegebedürftige würden nach der Begutachtung ohne professionelle Pflegeleistungen bleiben. „Das hat mit Bedarfsdeckung nichts zu tun“, so die Vorsitzende des Familienausschusses im Deutschen Bundestag. „Denn niemand betragt Unterstützung ohne Not.“ Zimmermann forderte, der Leistungsumfang im Pflegegrad 1 müsse spürbar steigen.

Lesen Sie auch: Pflegeexperte mahnt vor Verarmung: „So darf es nicht weitergehen“

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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