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Politik Geiseln entkommen Islamisten in Algerien
Mehr Welt Politik Geiseln entkommen Islamisten in Algerien
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13:37 17.01.2013
Islamistische Terroristen haben in Algerien ein Gasfeld überfallen und zahlreiche Ausländer als Geiseln genommen. Quelle: dpa
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Algier

Nach Medienberichten handelt es sich bei den Geiselnehmern um Mitglieder der Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI). Sie ist eine von drei Gruppen, gegen die Frankreich im benachbarten Mali kämpft. Die Al-Kaida-Kämpfer hatten am Mittwoch in Algerien ein Gasfeld überfallen und 41 Ausländer in ihre Gewalt gebracht. Bei dem Angriff wurden ein Brite und ein Algerier getötet. Unter den Geiseln befanden sich sieben US-Bürger, zwei Franzosen und zwei Briten. 20 von ihnen ist nun anscheinend die Flucht geglückt. 

Die Terroristen wollen mit der Geiselnahme die französische Militärintervention in Mali stoppen. Im Zentrum des westafrikanischen Landes wurden erstmals französische Spezialkräfte in direkte Kämpfe mit islamistischen Rebellen verwickelt.

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Das Gasfeld ist über 1.000 Kilometer von der Grenze zu Mali entfernt. Streitkräfte hätten die Entführer und ihre Geiseln verfolgt und eingekreist, hieß es aus algerischen Sicherheitskreisen. Die Soldaten stünden nun in Verhandlungen mit den Islamisten. BP bestätigte am Mittwoch einen "sicherheitsrelevanten Vorfall" am Gasfeld Ain Amenas im Osten Algeriens nahe der Grenze zu Libyen. Die Behörden in Dublin teilten mit, einer den Entführten sei Ire. Das britische Außenministerium bestätigte einen "terroristischen Vorfall" nahe Ain Amenas.

Zehntausende Menschen sind in Mali auf der Flucht, rund 150.000 suchten bereits in Nachbarstaaten Zuflucht. Mehrere Hilfsorganisationen wie die Welthungerhilfe wiesen auf die prekäre humanitäre Lage in Mali hin. Vor allem Frauen und Kinder seien bedroht.

dpa/dapd/fh

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