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Politik G8 unterstützen Ägypten und Tunesien mit Milliarden
Mehr Welt Politik G8 unterstützen Ägypten und Tunesien mit Milliarden
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12:09 27.05.2011
Mit 14 Milliarden Euro unterstützen die G8 Ägypten und Tunesien. Quelle: dpa
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Ägypten und Tunesien können bei ihrem demokratischen Aufbruch auf milliardenschwere Unterstützung der Weltgemeinschaft bauen. Bis 2013 sollen die beiden nordafrikanischen Staaten Finanzhilfen von 14 Milliarden Euro (20 Mrd US-Dollar) erhalten. Diese Kreditzusagen machten internationale Förderbanken nach Angaben von EU-Diplomaten beim G8-Gipfel in Deauville.

Dazu kommen demnach noch Milliardenbeiträge unter anderem der EU und weiterer Länder. Diese sollten beim Gipfel der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) aber nicht beziffert werden.

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Der „arabische Frühling“, der seit vergangenem Dezember totalitäre Regime in Nordafrika und der arabischen Welt erschüttert, stand im Mittelpunkt des Gipfels. Neben anderen Afrika-Vertretern kamen die Regierungschefs von Ägypten und Tunesien zum Treffen der Staats- und Regierungschefs.

Die Finanzhilfen sollen den Angaben zufolge von Institutionen wie der Europäischen Investitionsbank, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) mobilisiert werden. Es gehe in Deauville um den Beginn eines Prozesses, der rasch zu konkreten Projekten führe, hieß es in G8-Delegationskreisen.

Auf die Europäische Investitionsbank entfallen laut Diplomaten 3,5 Milliarden Euro. Die Beiträge der andern Institutionen wurden nicht beziffert. Sie werden auch nicht in der Abschlusserklärung stehen.

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sagte: „Wir werden alles tun, um den arabischen Frühling zu unterstützen. Ich denke, das kann Erfolg haben. Die Region ist von höchster strategischer Wichtigkeit für Europa.“

Die G8 wollen sich als langfristige Partner anbieten, um den demokratischen Wandel mit dem Aufbau der Wirtschaft abzusichern und zu stärken. Dazu gehört auch der wichtige Tourismus, der durch die Umstürze stark getroffen wurde.

dpa

27.05.2011
27.05.2011