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Politik Polizeigewerkschaft warnt vor Terror-Hysterie
Mehr Welt Politik Polizeigewerkschaft warnt vor Terror-Hysterie
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22:30 19.05.2016
"Jetzt freuen wir uns erst einmal auf eine fröhliche EM": Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt (Archivbild), warnt vor Terror-Hysterie. Quelle: Ingo Wagner/dpa
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Berlin

Es sei normal, dass vor Fußball-Europameisterschaften erhöhte Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden müssen – mehr aber auch nicht, sagte Wendt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dem die HAZ angehört. "Jetzt warnen alle ein bisschen vor Terror. Reagieren müssen wir aber erst dann, wenn unmittelbar vor einem Spiel eine reale Terrorgefahr besteht. Sonst nicht."

Selbstverständlich seien die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt, sagte Wendt weiter. Es gebe einen internationalen Informationsaustausch. Und die Nervosität nach den Anschlägen von Paris und der Absage des Länderspiels in Hannover hoch. "Aber jetzt freuen wir uns erst einmal auf eine fröhliche EM mit einem Europameister, der hoffentlich aus Deutschland kommt. Die Mannschaften sind perfekt gesichert", erklärte der Gewerkschafter weiter.

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Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), ergänzte: "Im Westen nichts Neues: An der Gesamteinschätzung der Lage hat sich seit den Terroranschlägen von Paris nichts geändert." Auch für den DFB gibt es "keinen neuen Sachstand".

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt einem Zeitungsbericht zufolge vor möglichen islamistischen Anschlägen auf die Fußball-EM in Frankreich. Unter Berufung das BKA-Papier berichtet die Bild-Zeitung, dass auch Teams gefährdet seien. "Ein erfolgreicher Anschlag auf Mannschaften von 'Kreuzfahrernationen', zu denen Deutschland ebenfalls gezählt wird, hätte dabei besondere Symbolwirkung", zitiert das Blatt aus dem BKA-Dokument mit dem Titel "Gefährdungslage zur UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2016".

RND

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