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Politik Fünf Mitarbeiter der britischen Botschaft freigelassen
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10:40 29.06.2009
Demonstration in Los Angeles. Quelle: David McNew/Getty Images/AFP

Fünf Botschaftsmitarbeiter seien freigekommen, vier weitere würden noch befragt, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hassan Ghaschgawi, am Montag in Teheran. Laut Nachrichtenagentur Fars wurde den Festgenommenen vorgeworfen, eine „bedeutende Rolle“ in den Unruhen nach den umstrittenen iranischen Präsidentschaftswahlen am 12. Juni gespielt zu haben.

Die Beziehungen zwischen dem Iran und Großbritannien haben sich seit den Protesten gegen den umstrittenen Wahlsieg von Präsident Mahmud Ahmadinedschad erheblich verschlechtert. Teheran wirft London vor, die Proteste der Regierungskritiker anzustacheln. Der britische Außenminister David Miliband hatte die Festnahmen der Botschaftsmitarbeiter als schikanöse Versuche zur „Einschüchterung“ verurteilt.

Auf Nachfrage versicherte Ghaschgawi, der Iran plane derzeit keine Schließungen von Botschaften. Auch die Herabstufung diplomatischer Beziehungen sei derzeit keineswegs geplant, sagte er. Der iranische Außenminister Manuschehr Mottaki hatte zuvor gesagt, sein Land erwäge die Herabstufung der diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien.

Unterdessen hat im Iran hat die Neuauszählung eines Teils der Stimmzettel bei den umstrittenen Präsidentschaftswahlen begonnen. Der Wächterrat habe am Montag mit der erneuten Auszählung der Stimmen aus zehn Prozent der Wahlurnen begonnen, berichtete der staatliche Fernsehsender El Alam. Die Prozedur werde voraussichtlich am Nachmittag abgeschlossen sein, das Ergebnis in den kommenden 24 Stunden verkündet. Der Wächterrat hatte am Freitag angekündigt, eine Sonderkommission mit einem Bericht über die Wahl am 12. Juni zu beauftragen. Der Ausschuss soll die teilweise Neuauszählung der Stimmen überwachen.

Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Mir-Hossein Mussawi und seine Anhänger werfen den Behörden Wahlfälschung vor und fordern Neuwahlen. Mussawi lehnte am Wochenende eine Zusammenarbeit mit der Sonderkommission mit der Erklärung ab, das Gremium werde nicht zu einem „gerechten Urteil“ über den Wahlhergang kommen. Mussawis Forderung nach einer Annullierung der Wahl hatte der Wächterrat abgelehnt. Nach offiziellen Angaben war Präsident Mahmud Ahmadinedschad mit einer deutlichen Mehrheit von 63 Prozent im Amt bestätigt worden.

AFP

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