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Politik Freikirchen umfassen viele Gemeinschaften
Mehr Welt Politik Freikirchen umfassen viele Gemeinschaften
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18:49 17.06.2009
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Für viele freikirchliche Gemeinden ist die Mission ein wesentliches Element ihres Selbstverständnisses. Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden erklärte anlässlich der Morde, dass Missionseinsätze in Krisengebieten neu diskutiert werden müssten.

Zu den Freikirchen zählt in Deutschland eine breite Palette unterschiedlicher Gemeinschaften, darunter neben Baptisten auch Mennoniten und Pfingstler. Die Baptisten taufen anders als etwa die evangelische oder katholische Kirche keine Kinder, sondern nur Gläubige, die sich selbst für die Taufe entschieden haben. In Deutschland entstanden die ersten Baptistengemeinden im 19. Jahrhundert. Nach baptistischem Verständnis gibt es keine kirchliche Handlung, die allein Amtsträgern vorbehalten wäre.

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Als Freikirche verstehen sich auch die Mennoniten, die ihren Namen von dem aus Friesland stammenden Theologen Menno Simons ableiten. In der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland (AMG) arbeiten 54 Gemeinden zusammen. Durch die Zuwanderung von russland-deutschen Mennoniten entstanden davon unabhängige Gemeinden und Verbände. Auch im mennonitischen Glaubensverständnis spielt die Taufe der mündigen Gläubigen eine wichtige Rolle.

Vor etwa hundert Jahren entstanden die ersten Gemeinden der Pfingstbewegung in Deutschland. Ein Großteil von ihnen ist heute im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) zusammengeschlossen. Pfingstler betonen die Wirkung des Heiligen Geistes, der laut biblischer Überlieferung auf die Gläubigen überging.

afp