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Politik Französische Regierung erwägt Burka-Verbot
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12:00 19.06.2009
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Ein Teil der französischen Abgeordneten verlange einen parlamentarischen Ausschuss zur Frage der Burka, und die Diskussion sei "wichtig". Ein Untersuchungsausschuss könne klären, wie verbreitet das Tragen des Ganzkörperschleiers in Frankreich sei.

"Wenn sich herausstellen sollte, dass das Tragen der Burka auferlegt wird, also gegen die Grundsätze der Republik verstößt, dann würde das Parlament natürlich die Konsequenzen daraus ziehen." Auch ein Verbot der Burka sei dann möglich, sagte Chatel.

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Rund sechzig der 770 französischen Abgeordneten fordern einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Burka. Sie argumentieren damit, dass der Ganzkörperschleier "ein wandelndes Gefängnis" für die Frauen sei. Der kommunistische Abgeordnete André Gerin erklärte dazu, es sei schon "unerträglich", in Ländern wie dem Iran, Afghanistan und Saudi-Arabien derart "gefangene Frauen" zu sehen. "Auf dem Boden der französischen Republik ist der Anblick in keiner Weise hinnehmbar."

In Frankreich ist ein Kopftuchverbot an staatlichen Schulen seit 2004 gesetzlich festgeschrieben. Vergangenes Jahr verweigerte die höchste juristische Instanz des Landes, der Staatsrat, einer jungen Frau aus Marokko die Staatsbürgerschaft, weil ihre religiösen Praktiken nicht mit der Trennung von Staat und Kirche sowie der Geschlechtergleichheit in Frankreich zu vereinbaren seien. Die Frau lebte seit 2000 in Frankreich und trug die Burka.

afp