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Politik Frankreich will ab März Soldaten aus Mali abziehen
Mehr Welt Politik Frankreich will ab März Soldaten aus Mali abziehen
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11:53 06.02.2013
Ein französischer Soldat auf Patrouille im malischen Diabaly. Quelle: dpa
Paris/Berlin

Außenminister Laurent Fabius sagte der französischen Zeitung „Metro“ (Mittwochausgabe), wenn alles wie geplant verlaufe, würde ab März die Zahl der Soldaten reduziert. Die Streitkräfte würden im Norden allerdings ihre Aktionen fortsetzen, wo sich weiterhin Terroristen aufhielten. Ob die Luftangriffe auf die Rebellen fortgesetzt würden, sagte der Minister nicht. Laut Fabius belaufen sich die Kosten des gut vierwöchigen Einsatzes gegen die islamistischen Rebellen für Frankreich auf mehrere Millionen Euro. Der Verteidigungshaushalt decke die Summe aber ab, sagte er.

Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian zog im Fernsehsender BFM Bilanz, die französischen Soldaten hätten den Islamisten große Schäden zugefügt. Hunderte Rebellen-Kämpfer seien getötet und zahlreiche Waffen zerstört worden, sagte er. Überdies hätten die malischen Streitkräfte mehrere Gefangene gefangene gemacht, sagte Le Drian.

Frankreich hat derzeit rund 4000 Soldaten in Mali im Einsatz. Schritt für Schritt sollten malische und afrikanische Einheiten die Verantwortung übernehmen und für die Sicherheit und die Stabilität im Land sorgen, bekräftigte Fabius. Die Soldaten sollten nicht dauerhaft in Mali bleiben, sagte er.

In den vergangenen Wochen hatte Präsident François Hollande mehrfach eine baldigen Rückzug angekündigt. Malis Übergangsregierung hatte derweil am Wochenende mitgeteilt, sie würde sich über eine langfristige Unterstützung der Franzosen freuen.

Frankreich war seiner früheren Kolonie Mali am 11. Januar im Kampf gegen die Islamisten zu Hilfe geeilt, nachdem diese immer weiter auf den von Regierungstruppen gehaltenen Süden vorgerückt waren. Gemeinsam mit malischen Truppen drängten die französischen Soldaten die Extremisten in das Grenzgebiet zu Algerien zurück.

dapd

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