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Politik "Glaubwürdigkeit der Eurogruppe beschädigt"
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19:09 27.06.2015
Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis kritisierte die Entscheidung der Eurogruppe, das Hilfsprogramm am Dienstag auslaufen zu lassen. Quelle: dpa
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Brüssel

Nach der abgelehnten Verlängerung des griechischen Hilfsprogramms durch die Euro-Partner hat Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis vor dauerhaften Folgen für die Währungsunion gewarnt. Die Entscheidung werde „sicherlich die Glaubwürdigkeit der Eurogruppe als demokratische Union beschädigen“, sagte Varoufakis am Samstag in Brüssel. „Ich fürchte sehr stark, dass der Schaden dauerhaft sein wird.“

Die Länder der Eurozone hatten zuvor einen Antrag Griechenlands zurückgewiesen, das Hilfsprogramm über den 30. Juni hinaus zu verlängern. Als Grund nannte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem die Ablehnung der Gläubiger-Vorschläge durch die griechische Regierung und das von Athen für den 5. Juli angekündigte Referendum über die Bedingung der Griechenland-Rettung.

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Griechenland braucht dringend neue Finanzhilfen, weil es bis Dienstag Kredite in Höhe von 1,5 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) überweisen muss. Ohne frisches Geld droht Griechenland der Bankrott und letztlich der Austritt aus dem Euroraum.

Varoufakis sagte, seine Regierung werde „bis zum letzten Moment am Dienstag kämpfen“, um noch eine Vereinbarung mit den Gläubigern zu erzielen. Deren letzten Vorschlag für eine Verlängerung des Hilfsprogramms über fünf Monate habe seine Regierung nicht annehmen können. Denn er enthalte einerseits Sparmaßnahmen, die das Land in die Rezession trieben, und andererseits eine ungenügende Finanzierung über die kommenden Monate.

Athen sei weiter bereit, „Tag und Nacht“ zu verhandeln, um den Vorschlag der Gläubiger zu verbessern, sagte Varoufakis. Wenn es eine Übereinkunft gebe, werde die Regierung die griechische Bevölkerung auffordern, bei dem Referendum mit „Ja“ zu stimmen, um die Einigung anzunehmen.

afp

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