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14:12 15.11.2012
Rund eine halbe Millionen Menschen sind im ersten Halbjahr nach Deutschland gezogen. Quelle: dpa
Wiesbaden

Die meisten von ihnen stammten aus Polen, gefolgt von Rumänien und Bulgarien. „Auffällig war im ersten Halbjahr 2012 die starke Zunahme der Zuwanderung aus EU-Ländern, die von der Finanz- und Schuldenkrise besonders schwer betroffen sind“, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit.

So kamen aus Spanien, Griechenland und Portugal insgesamt rund 32.700 Menschen, 64,4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2011. Aus den zehn Ländern, die 2004 der EU beigetreten waren, stieg die Zuwanderung mit knapp 20 Prozent zwar viel schwächer. Mit rund 138.000 lag die Zahl aber deutlich höher. Am höchsten war dabei das Plus aus Ungarn mit gut 46 Prozent auf rund 25.000.

Viel mehr noch kamen aus Polen mit rund 88.800 und einem Plus von 14,2 Prozent. Für diese Länder gilt seit Mai 2011 die Arbeitnehmerfreizügigkeit, sie dürfen also in Deutschland arbeiten.

Aus Bulgarien und Rumänien - den EU-Beitrittsländern von 2007 - kamen rund 88.000 Menschen. Das waren etwa 24 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Auch aus anderen Erdteilen zog es im ersten Halbjahr 2011 mehr Menschen nach Deutschland als im Vorjahr: Die Zahl der Einwanderer aus Afrika stieg dabei am stärksten, um zehn Prozent auf 13.100. Aus der Türkei kamen etwa 12.500 Menschen in die Bundesrepublik, das waren aber fast drei Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2011.

Insgesamt zogen im ersten Halbjahr 2012 mehr als eine halbe Million Menschen (rund 501.000) nach Deutschland. Das waren 66.000 oder 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Jahr 2011 war die Zuwanderung mit 20 Prozent noch stärker gestiegen.

Etwa 318 000 Menschen haben Deutschland zugleich im ersten Halbjahr den Rücken gekehrt, das waren sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Etwa 257.000 von ihnen (plus 9 Prozent) waren Ausländer. Insgesamt ist die Einwohnerzahl Deutschlands damit im Vergleichszeitraum um 182.000 Menschen gewachsen.

dpa/kas

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