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Politik Bundeswehr kann Soldaten nicht mehr selbst nach Afghanistan bringen
Mehr Welt Politik Bundeswehr kann Soldaten nicht mehr selbst nach Afghanistan bringen
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19:47 07.04.2019
Ein Soldat der Bundeswehr sichert auf dem Gelände des Police-Trainings-Camps (PTC) in Masar-i Scharif in Afghanistan die Umgebung. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa
Berlin

Die Bundeswehr kann ihre Soldaten nach einem Bericht des Magazins „Der Spiegel“ derzeit nicht mit eigenen Truppentransportern nach Afghanistan bringen oder von dort abholen. Ursache ist dem Bericht zufolge die Weigerung Aserbaidschans, der Nato Überflugrechte zu gewähren. Die Bundeswehr muss nun die US-Armee bitten, ihre Soldaten nach Europa mitzunehmen. Die Amerikaner nutzen mit ihren C17-Truppentransportern eine andere Flugroute. Alternativ werde auch geplant, einen Teil der Soldaten auf Linienflüge zu buchen.

US-Armee fliegt andere Route

Normalerweise fliegt die Luftwaffe wöchentlich über Zentralasien nach Masar-e-Scharif in Nordafghanistan. Im dortigen Camp Marmal sind die meisten deutschen Soldaten stationiert. Wegen der Weigerung Aserbaidschans musste Ende März bereits ein Flug nach Masar-e-Scharif abgesagt werden. In einem Lagebericht der Bundeswehr heißt es nun nach Spiegel-Informationen, alle Versorgungsflüge mit deutschen A310 müssten wegen der Querelen mit Aserbaidschan bis Ende April "ausgesetzt" werden. Da derzeit das Kontingent der Bundeswehr ausgetauscht wird, braucht die Truppe dringend Alternativen.

Immer wieder Probleme mit Überflugrechten

Mit den Überfluggenehmigungen hat die Nato auch in der Vergangenheit immer wieder Probleme gehabt. Alle Militärmaschinen müssen von den Staaten, die sie überfliegen, grünes Licht einholen. Das wird immer wieder für politische Muskelspiele genutzt. So verweigerte Iran Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2011 den Überflug in Richtung Indien.

Derzeit sind in Afghanistan um die 1000 deutsche Soldaten im Rahmen der Nato-Mission "Resolute Support" eingesetzt, die meisten trainieren und beraten die afghanische Armee vom Camp Marmal in Masar-e-Scharif.

Von RND

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