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Politik Erste Demo gegen G7-Gipfel in Lübeck
Mehr Welt Politik Erste Demo gegen G7-Gipfel in Lübeck
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20:23 13.04.2015
Foto: Bei einer ersten Demonstration gegen das Außenministertreffen der G7-Staaten in Lübeck sind am Montagabend rund 500 Menschen durch die Innenstadt gezogen.
Bei einer ersten Demonstration gegen das Außenministertreffen der G7-Staaten in Lübeck sind am Montagabend rund 500 Menschen durch die Innenstadt gezogen. Quelle: dpa
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Lübeck

Dann wird der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) seine Kollegen aus Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada begrüßen - der amerikanische Ressortchef John Kerry reist wegen Verpflichtungen im US-Kongress erst am Mittwoch an.

Die Außenminister bereiten den Gipfel der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten vor, der Anfang Juni in Elmau in Bayern stattfindet. Zentrales Thema wird auch in Lübeck die Lage in der Ukraine sein. Anders als beim vorherigen Außenministertreffen Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine am Montagabend wird der russische Minister Sergej Lawrow aber nicht dabei sein: Die Gruppe der wichtigen Industrienationen hatte Russland wegen der Annexion der ukrainischen Krim von den Beratungen ausgeschlossen und war so von G8- wieder auf G7-Format geschrumpft.

Das Treffen in Lübeck wird von scharfen Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Rund 3500 Polizisten wurden nach offiziellen Angaben in die Hansestadt beordert. Zu weiteren Demonstrationen am Dienstag wurden mehrere tausend G7-Gegner erwartet. Die Veranstalter haben zum Teil auch Blockaden angekündigt.

Nach den Krawallen in Frankfurt bei der Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank vor einem Monat waren Befürchtungen aufgekommen, auch in Lübeck könnte es Ausschreitungen geben. Der DGB hatte deshalb eine Kundgebung abgesagt.

Linksfraktionschef Gregor Gysi verdächtigt die Sicherheitsbehörden, auf Demonstrationen gezielt Gewalt anzuzetteln. „Ich habe immer den Eindruck, dass bestimmte V-Leute geradezu zur Gewalt animieren, um das politische Anliegen totzumachen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Denn dann diskutieren wir hinterher bloß noch über die Gewalt - und nicht mehr über das eigentliche Anliegen.“

dpa