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Politik Erneut drei Japaner in China hingerichtet
Mehr Welt Politik Erneut drei Japaner in China hingerichtet
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07:44 09.04.2010
Die Todesstrafe für Drogenverbrechen dient in China der Abschreckung und Vorbeugung.
Die Todesstrafe für Drogenverbrechen dient in China der Abschreckung und Vorbeugung. Quelle: dpa (Archiv)
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Erst vor drei Tagen war ein Japaner wegen Drogenhandels in der Hafenstadt Dalian exekutiert worden. Jetzt sind in China erneut drei Japaner hingerichtet worden. Es sind die ersten Hinrichtungen japanischer Staatsbürger in China seit der Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern 1972.

Erst im Dezember hatte China trotz eindringlicher Gnadenappelle einen Briten wegen Rauschgiftschmuggels hingerichtet. Seine Familie hatte argumentiert, er sei wegen psychischer Probleme vermindert schuldfähig. Es war die erste Hinrichtung eines Europäers in China seit fast sechs Jahrzehnten. China hat in der Vergangenheit schon mehrfach ausländische Drogenschmuggler hingerichtet, die zumeist aus asiatischen Nachbarländern stammten.

Laut japanischen Medien hatten die nun hingerichteten Männer nordkoreanische Methamphetamin-Drogen über China geschmuggelt, was Pekings Staatsmedien nicht erwähnten. Zwei von ihnen saßen in Dalian in der Todeszelle, einer in Shenyang. Laut Xinhua handelte es sich unter anderem um einen 67-jährigen, der 2004 wegen Drogenhandels festgenommen wurde.

Trotz Gnadenappellen aus Japan war am Dienstag schon ein 65- Jähriger hingerichtet worden. Er gehörte offenbar zu einem größeren Schmugglerring aus Chinesen, Südkoreanern und Japanern, die Methamphetamin aus Nordkorea vertrieben hatten und 2006 in Nordostchina aufgeflogen waren. Das Oberste Volksgericht teilte laut Xinhua mit, alle Personen, egal welcher Nationalität, würden nach chinesischem Recht gleich behandelt. Die Todesstrafe für Drogenverbrechen diene der Abschreckung und Vorbeugung.

dpa

08.04.2010
08.04.2010