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Politik Entwicklungsminister plant Kampagne gegen ausbeuterische Kinderarbeit
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13:50 23.12.2018
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU): „Ich erwarte, dass sich die deutschen Unternehmen hier viel stärker engagieren.“ Quelle: Carsten Koall/dpa
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Berlin

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will einem Zeitungsbericht zufolge Unternehmen dazu bewegen, faire Preise für Produkte aus armen Ländern zu zahlen. „Im kommenden Jahr werde ich eine Kampagne gegen ausbeuterische Kinderarbeit starten“, sagte Müller dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“. Es gehe darum, dass am Anfang der Lieferketten in Entwicklungsländern ökologische und soziale Mindeststandards eingehalten würden, die in Europa schon lange selbstverständlich seien.

„Ich erwarte, dass sich die deutschen Unternehmen hier viel stärker engagieren“, betonte der CSU-Politiker und fügte hinzu: „Ich glaube nicht, dass ein Firmenchef im Jahr 2019 öffentlich begründen möchte, warum er seine Produkte mit Kinderarbeit herstellt.“ Im kommenden Jahr werde eine erste Bilanz gezogen, ob die größten deutschen Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern garantieren können, dass in ihren Lieferketten menschenrechtliche Standards umgesetzt sind. „Wenn es allerdings auf freiwilliger Basis keine Fortschritte gibt, brauchen wir gesetzliche Regelungen“, kündigte der Minister an.

Von RND/epd

Der Artikel "Entwicklungsminister plant Kampagne gegen ausbeuterische Kinderarbeit " stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.