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Politik Eindringling in serbischen Präsidentensitz entwaffnet
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08:33 22.05.2009
Tadic Belgrad Djindjic Handgranate Joseph Biden
Das Präsidialamt in der Belgrader Innenstadt wurde weiträumig abgesperrt. Quelle: Andrej Isakovic/afp
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Nach Angaben einer Sprecherin Tadics konnten am Donnerstag Polizisten einen Mann entwaffnen, der sich mit einer entsicherten Handgranate Zugang zum Präsidialamt in Belgrad verschafft hatte. Eine weitere Handgranate sei vom Sicherheitspersonal in der Nähe des Eingangs sichergestellt worden.

Der 57-jährige Geschäftsmann hatte das Gebäude gegen Mittag betreten und damit gedroht, die Sprengsätze zu zünden, falls sein Fall nicht bis 16 Uhr gelöst werde. Wegen der Entscheidung eines Handelsgerichts habe er eine E-Mail an 11.000 Adressen geschickt. Er verlangte Gerechtigkeit wegen eines verlorenen Prozesses vor einem Handelsgericht, ließ das Ultimatum aber verstreichen. Genauere Angaben zu seinen Forderungen wurden nicht gemacht. Wegen des verlorenen Prozesses war er bereits 2004 in einen 80-tägigen Hungerstreik getreten.

Der Vorfall zog sich über mehrere Stunden hin. Auch nach der Entwaffnung dauerten die Gespräche zwischen dem Mann und Unterhändlern des Innenministeriums an, wie die Sprecherin weiter sagte. Einige Stunden nach dem Eindringen des Mannes in den Präsidentensitz zeigten Fernsehsender, wie Tadic das weiträumig abgesperrte Gebäude in der Belgrader Innenstadt betrat.

In einer Erklärung der Präsidentschaft hieß es, Tadic sei mit Mitgliedern seines Kabinetts und Mitarbeitern im Gebäude. Der pro-westliche Präsident hatte am Mittwoch ein Abendessen für US-Vizepräsident Joseph Biden in seinem Amtssitz gegeben.

afp