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Politik EU will ungewollte Fischfänge reduzieren
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08:34 27.02.2013
Beim Kampf gegen die Überfischung soll künftig ein Verbot helfen, versehentlich gefangenen Fisch wieder zurück ins Wasser zu werfen. Quelle: dpa
Brüssel

In einem nächtlichen Verhandlungsmarathon haben sich die EU-Staaten auf eine Kehrtwende in der Fischereipolitik geeinigt. Das teilte der Verhandlungsleiter, der irische Fischereiminister Simon Coveney, am Mittwochmorgen in Brüssel mit. Die Einigung werde „die Art, wie Europa Fisch fängt, verändern“, jubelte Coveney. Nur Schweden sprach sich gegen den Kompromiss aus. Die deutsche Ministerin Ilse Aigner (CSU) zeigte sich erleichtert. Nun beginnen Gespräche mit dem Europaparlament - die Volksvertreter müssen am Ende zustimmen. Da die Parlamentarier ehrgeizige Reformen fordern, könnten sie noch eine weitere Verschärfung der Pläne erzwingen.

Beim Kampf gegen die Überfischung soll künftig ein Verbot helfen, versehentlich gefangenen Fisch wieder zurück ins Wasser zu werfen. Denn dort landen die Tiere oft tot oder verletzt. Ganz vermeiden lassen sich diese sogenannten Beifänge aber nicht, deshalb bleiben sie in einer gewissen Höhe erlaubt, allerdings wird die Menge jedes Jahr etwas verringert. In mehreren Jahren soll die Zahl der Rückwürfe dann auf sieben Prozent sinken. Zudem wird dieses Rückwurfverbot in den unterschiedlichen europäischen Gewässern in den verschiedenen Regionen erst schrittweise eingeführt.

Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner atmete nach dem Ende der zähen 14-Stunden-Verhandlungen auf.  „Es ist bis zum Schluss auf Messers Schneide gestanden, ob es überhaupt eine Einigung gegeben hat“, sagte Aigner. „Und dass es jetzt doch ein so eindeutiges Votum gegeben hat, freut mich sehr.“ Noch um vier Uhr war ein Kompromissvorschlag an den verhärteten Fronten gescheitert. Aigner hätte sich aber noch striktere Regeln zur Begrenzung des Beifangs gewünscht.

EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki will den Fischern helfen, sich auf die „ganz neue Realität“ einzustellen. Im April wollte sie über Möglichkeiten beraten, den Fischern mit EU-Geldern bei den nötigen Investitionen zu helfen. Dabei kann es zum Beispiel um neue Netze für gezielteren Fischfang gehen.

Das Rückwurfverbot hatten die Minister prinzipiell bereits im vergangenen Sommer beschlossen, damals aber umstrittene Detailfragen zum Zeitplan und zu Ausnahmeregelungen vertagt.

dpa

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