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Politik Donald Trump gewinnt Delegierte für sich
Mehr Welt Politik Donald Trump gewinnt Delegierte für sich
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19:03 26.05.2016
Wird voraussichtlich gegen Hilllary Clinton antreten: Donald Trump. Quelle: Peter Foley
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Washington

Seit Monaten sammelt Trump bei den US-Vorwahlen Delegierte, die ihn im Juli zum Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner wählen sollen. 1237 braucht er. Der New Yorker Unternehmer komme nun auf 1238 Stimmen, berichtet die AP am Donnerstag. Und gehe somit für die Republikaner ins Rennen um das Weiße Haus.

Umfrage von Nachrichtenagentur

Es handelt sich allerdings nicht um offizielle Zahlen, sondern um das Ergebnis einer Umfrage bei ungebundenen Delegierten, die von der Agentur selbst befragt wurden. Trump hatte nach der jüngsten Vorwahl im Bundesstaat Washington nur noch wenige Delegierte Abstand zu der Schwelle.

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Und er wird sie am 7. Juni ohnehin überschreiten, da am 7. Juni noch in mehreren Bundesstaaten gewählt wird, darunter Kalifornien und New Jersey, wo viele Delegierte zu gewinnen sind.

Zusätzlich zu den "ungebundenen Delegierten" – bei den Republikanern sind das Mitglieder der Bundesspitze der Partei – gibt es "gebundene Delegierte". Beide Gruppen, gebundene und ungebundene Delegierte, wählen im Juli auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner in Cleveland den Präsidentschaftskandidaten.

Und auch die Stimmen der gebundenen Delegierten dürfte er bekommen. Eine Zählung der "New York Times" umfasste am Donnerstag 1150 gebundene Delegierte, die in Cleveland für Trump stimmen müssen.

Interne Protestaktion gegen Trumps Nominierung unwahrscheinlich

Trump hatte im Juni 2015 seine Kandidatur bekanntgegeben. Zunächst als chancenlos eingeschätzt, setzte sich der Immobilien-Milliardär im Laufe des Vorwahlkampfes gegen 16 Mitbewerber durch. Nach der von Trump mit deutlichem Vorsprung gewonnenen Vorwahl im Bundesstaat Indiana am 3. Mai gaben die letzten beiden Kontrahenten Ted Cruz und John Kasich auf.

Bis dahin hatten sich Spekulationen gehalten, dass Teile der Partei, die einem Kandidaten skeptisch gegenüberstehen, eine Revolte auf dem Parteitag in Cleveland anzetteln könnten und am Ende doch noch einen anderen Kandidaten auf den Schild heben könnten. Dies gilt inzwischen als höchst unwahrscheinlich.

dpa/RND

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