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Politik Donald Trump beleidigt Joe Biden als „Dummkopf“ – der keilt zurück
Mehr Welt Politik Donald Trump beleidigt Joe Biden als „Dummkopf“ – der keilt zurück
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10:19 12.06.2019
Die Bildkombo zeigt die beiden Kontrahenten Donald Trump und Joe Biden. Quelle: Evan Vucci/Anders Wiklund/AP/TT
Mount Pleasant

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden und Amtsinhaber Donald Trump haben Auftritte im Staat Iowa für gegenseitige Verbalattacken genutzt.

„Die Leute respektieren ihn nicht“, sagte Trump nach einem Besuch in einer Einrichtung für erneuerbare Energien im Ort Council Bluffs. Zudem warf er Biden vor, sich übermäßig auf ihn eingeschossen zu haben. Der Ex-Vizepräsident erwähne den Namen Trump „in einer Rede 74 Mal“, sagte Trump. Dies erinnere ihn an seine unterlegene demokratische Rivalin Hillary Clinton.

Schon vor seiner Abreise aus Washington bezeichnete er Biden am Dienstag vor Reportern als „Dummkopf“ und „mental schwach“. Er wünsche sich ihn daher als Herausforderer im Rennen ums Weiße Haus 2020, ergänzte Trump.

Warum Joe Biden für Donald Trump gefährlich wird

Bei einem Auftritt in der Kleinstadt Mount Pleasant in Iowa verwies Biden wiederum auf die große Aufmerksamkeit, die ihm der Präsident zuteil werden lasse. „Ich vermute, er ist echt fasziniert von mir“, sagte Biden. Bei einem Auftritt in der Stadt Davenport rief er die Wähler auf, Trumps Versuchen Einhalt zu gebieten, seine Befugnisse über traditionelle Amtsbeschränkungen hinaus auszudehnen. Trump „reißt die Barrieren nieder, die seine Macht beschränkten“, beklagte Biden.

Biden führt in Umfragen Feld der Bewerber bei demokratischen Kandidaten an

Zudem griff er den Präsidenten auf dem Feld der Wirtschafts- und Handelspolitik an, das Trump in Zeiten geringer Arbeitslosigkeit in den USA als seine Stärke ansieht. Bauern in Iowa seien Leidtragende der Sonderzölle, die Trump gegen China verhänge, sagte Biden. „Es ist echt einfach, taff zu sein, wenn jemand anderes den Schmerz abbekommt – Bauern und Industrielle“. Trump selbst erklärte, kein anderer Präsident habe härter „für den amerikanischen Bauern“ gekämpft als er.

Biden führt in Umfragen das dicht gedrängte Feld der Bewerber um die Präsidentschaftsnominierung der Demokraten an. Dies gibt ihm aus Sicht von Beobachtern die Beinfreiheit für den politischen Zweikampf mit Trump. Dieser wiederum greift seit geraumer Zeit gezielt den Ex-Vizepräsidenten an, den er als eine mögliche Bedrohung für seine Wiederwahlchancen ansieht.

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Von RND/AP