Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Politik Die Linke will den Ostbeauftragten abschaffen
Mehr Welt Politik Die Linke will den Ostbeauftragten abschaffen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 07.10.2021
Die Vorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow.
Die Vorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow. Quelle: imago images/Fotostand
Anzeige
Berlin

Die Vorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, hat dafür plädiert, den Posten des Ostbeauftragten in der künftigen Bundesregierung abzuschaffen. „Die Menschen in den ostdeutschen Ländern wollen keine Sonderbeauftragten, die ihnen ab und zu erklären, welche Defizite es immer noch gibt“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das wissen sie nämlich selbst viel besser, im Geldbeutel, beim Blick in die leer gezogene Nachbarschaft, beim Erleben von Politik.“

Die Ostdeutschen wollten auch nicht ständig darüber belehrt werden, was an ihrer Biografie falsch oder „Ballast“ sei, wie Kanzlerin Angela Merkel zuletzt „ganz richtig“ gesagt habe – wenn auch „viel zu spät in ihrer Kanzlerschaft“. Ohnehin seien die strukturellen Probleme Ostdeutschlands in den vergangenen Jahrzehnten viel zu langsam beseitigt worden – „und das, obwohl es einen ‚Ostbeauftragten‘ gab“.

Mehr zum Thema

Zwei Sieger, ein Verlierer: die Bundestagswahl im Osten

Ramelow lobt Merkels ruhige Art in kritischen Situationen

Wahlforscher: Darum wird im Osten AfD gewählt

Hennig-Wellsow betonte: „Wer gleichwertige Lebensverhältnisse möchte, übrigens nicht nur im Osten, muss über erhebliche Investitionen reden. Wer eine gerechte und ökologische Zukunft anschieben will, muss also über Umverteilung sprechen.“ Die Linke habe dazu Vorschläge gemacht.

CDU und Grüne hatten zuvor erklärt, dass es auch weiterhin einen Ostbeauftragten geben müsse. Die FDP lehnt dies ab.

Von Markus Decker/RND

Der Artikel "Die Linke will den Ostbeauftragten abschaffen" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.