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Politik Deutscher Schuhwerfer nach Angriff in Cambridge freigesprochen
Mehr Welt Politik Deutscher Schuhwerfer nach Angriff in Cambridge freigesprochen
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19:30 02.06.2009
Der deutsche Doktorand wurde freigesprochen. Quelle: Leon Neal/AFP

Bezirksrichter Ken Sheraton befand, der Schuhwerfer habe kein bedrohliches Verhalten an den Tag gelegt.

Er sei „sehr erfreut“ über den Freispruch, sagte J. Nunmehr solle sich die ganze Aufmerksamkeit auf „das wirkliche Thema der Menschenrechte in China“ richten. Auch von der „chinesischen Gemeinschaft“ habe er viel Unterstützung erhalten.

In dem am Montag begonnenen Verfahren in der englischen Universitätsstadt äußerte sich Martin J. erstmals öffentlich zu seiner Aktion vor fünf Monaten. J. hatte am 2. Februar eine Rede des chinesischen Regierungschefs an der Hochschule unterbrochen, ihn als Diktator beschimpft und einen Schuh in seine Richtung geworfen. „Es war ein symbolischer Protest gegen die Anwesenheit des chinesischen Ministerpräsidenten“, sagte der in Ostdeutschland geborene Student vor Gericht. „Mein Ziel war es, meine Solidarität mit dem nicht vertretenen chinesischen Volk auszudrücken.“

J. betonte in der Verhandlung zugleich, er habe niemanden verletzten wollen. Deswegen habe er eigens einen Turnschuh gewählt. „Ich habe nicht meine Winterschuhe mitgenommen, nur Sportschuhe. Ich hätte etwas weitaus Schwereres mitbringen können“, sagte er. Ihm wurde von der Staatsanwaltschaft bedrohliches und zur Gewalt aufstachelndes Verhalten zur Last gelegt.

J. sagte aus, dass er von einer ähnlichen Attacke auf den früheren US-Präsidenten George W. Bush in Bagdad inspiriert wurde. Mitte Dezember hatte der irakische Fernsehjournalist Muntaser el Saidi bei einer Pressekonferenz in Bagdad einen Schuh auf Bush geworfen. Er wurde zunächst zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, inzwischen wurde die Strafe jedoch auf ein Jahr reduziert.

afp

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