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Politik Deutsche schon häufiger Opfer von Geiselnahmen im Ausland
Mehr Welt Politik Deutsche schon häufiger Opfer von Geiselnahmen im Ausland
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19:00 17.06.2009

APRIL 2000, MALAYSIA/PHILIPPINEN: Abu-Sayyaf-Rebellen entführen in Malaysia 21 Menschen, darunter auch die dreiköpfige Familie Wallert aus Göttingen. Die Rebellen halten ihre Geiseln auf der philippinischen Insel Jolo fest. Renate Wallert kommt im Juli frei; dann ihr Mann und im September als letzte deutsche Geisel ihr Sohn Marc.

FEBRUAR 2003, ALGERIEN: In der Wüste werden insgesamt 32 westliche Touristen entführt, darunter 16 Deutsche. Sie werden teils durch die Armee befreit, teils nach Verhandlungen freigelassen. Die Deutsche Michaela Spitzer stirbt während der Geiselnahme an einem Hitzschlag.

SEPTEMBER 2003, KOLUMBIEN: Die Rucksacktouristin Reinhilt Weigel wird mit sieben weiteren Urlaubern im Norden Kolumbiens von den linksgerichteten Revolutionären Streitkräften (FARC) verschleppt. Die Bremerin wird Ende November freigelassen, die letzten der Geiseln einen Monat später.

NOVEMBER 2005, IRAK: Die Archäologin Susanne Osthoff wird gemeinsam mit ihrem irakischen Fahrer in der Provinz Ninive im Norden des Landes entführt. Nach mehr als dreiwöchiger Geiselhaft kommt sie frei.

DEZEMBER 2005, JEMEN: Der ehemalige Außenstaatssekretär Jürgen Chrobog, seine Frau und seine drei Söhne werden während ihres Weihnachtsurlaubs in der Region Marib im Osten des Landes entführt und nach drei Tagen wieder freigelassen.

JANUAR 2006, IRAK: Die Leipziger Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke werden in Baidschi nordwestlich von Bagdad verschleppt. Sie kommen dreieinhalb Monate später frei.

FEBRUAR 2007, IRAK: Die im Irak lebende Hannelore Krause und ihr Sohn Sinan werden aus ihrem Haus in Bagdad entführt. Krause wird am 10. Juli freigelassen, ihr Sohn befindet sich nach wie vor in Gefangenschaft.

AUGUST 2007, AFGHANISTAN: Eine deutsche Mitarbeiterin der Hilfsorganisation ora international wird in Kabul aus einem Restaurant verschleppt. Die schwangere Christina M. wird bereits am Folgetag von der Polizei befreit.

OKTOBER 2007, AFGHANISTAN: Die beiden deutschen Ingenieure Rudolf Blechschmidt und Rüdiger D. werden in der Provinz Wardak entführt. D. wird in der Geiselhaft nach einem Kreislaufzusammenbruch erschossen. Blechschmidt sowie vier mit ihm entführte Afghanen kommen im Oktober frei.

DEZEMBER 2007, AFGHANISTAN: Der seit Jahren in Afghanistan lebende Schreiner Harald K. wird in der Provinz Herat verschleppt. Von dem zum Islam übergetretenen K. gibt es seit Monaten kein Lebenszeichen.

JUNI 2008, SOMALIA: Vor der Küste Somalias wird das Segelboot von Jürgen Kantner und Sabine Merz von Piraten gekapert. Nach Verhandlungen mit den Geiselnehmern kommt das Paar im August wieder frei.

JULI 2008, TÜRKEI: Im Osten der Türkei am Berg Ararat werden drei Mitglieder einer bayerischen Bergsteigergruppe von PKK-Rebellen entführt. Sie werden nach knapp zwei Wochen freigelassen.

SEPTEMBER 2008, SOMALIA: Ein Deutscher und seine somalische Ehefrau werden nach einem Besuch bei Verwandten der Frau in der Hafenstadt Bosaso verschleppt. Sie kommen nach Verhandlungen wieder frei.

SEPTEMBER 2008, TSCHAD: Zehn Tagen werden unter anderem fünf Deutsche in einem Lager im Tschad nahe der sudanesischen Grenze festgehalten und dann befreit.

DEZEMBER 2008, JEMEN: Eine Entwicklungshelferin und ihre Eltern werden während eines Ausfluges in der Region El Bajda verschleppt und eine Woche festgehalten.

JANUAR 2009, MALI: Die pensionierte Lehrerin Marianne P. wird zusammen mit mit drei weiteren Touristen entführt. Drei Monate später kommt sie frei.

afp

Martin sieht den Burn-Out im Hörsaal kommen. „Abwrackprämie für eure Kinder - mit 23 ausgebrannt“ steht auf einem weißem Transparent, das er gemeinsam mit einem Freund über den Platz vor dem Roten Rathaus in Berlin schleppt. Martin ist 23 - und fühlt sich entsprechend abgewrackt.

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